Krankenschwester

An der Gynäkologie der Uniklinik Innsbruck herrscht akute Raumnot, es gibt zu wenige Betten, sodass Patientinnen am Gang liegen müssen und schon einen Tag nach einer schweren Operation entlassen werden.

Herr Landesrat Tilg, es reicht!

„Das ist unverantwortlich und unerträglich für die Patientinnen. Für diesen Zustand tragen Sie die volle Verantwortung. Landesregierung und TILAK-Management haben gewusst, dass bei Umsetzung des Bettenplans nach dem Regionalen Strukturplan Gesundheit, weniger bzw. zu wenig Betten für die Gynäkologie zur Verfügung stehen werden. Schließlich haben sie den Bettenplan beschlossen, stellt LA Andrea Haselwanter-Schneider klar.

Umgang mit Patientinnen ist skandalös!

“Es ist ungeheuerlich, einfach 29 Betten zu streichen ohne gleichzeitig eine Lösung für die Patientinnen zur Verfügung zu haben. Den Menschen auszurichten, sich ein Hotelzimmer in der Nähe der Klinik zu suchen, ist eine Frechheit. Von einer vernünftigen Politik und einem vernünftigen Management erwarten sich die Patienten, dass eine gynäkologische Tagesklinik vor dem Zusperren einer ganzen Station zur Verfügung steht und nicht erst danach angekündigt wird, eine solche notwendige Einrichtung bald aufzusperren“, meint LA Andrea Haselwanter-Schneider.

Strukturelle Missstände an der Gynäkologie passen zu strukturellem Scherbenhaufen an der Klinik Innsbruck

„Schuld sind nicht die Ärzte und Schwestern an den einzelnen Stationen der Klinik, sie sind genauso wie die Patienten die Leidtragenden. Die Schuld und die volle Verantwortung liegt beim zuständigen ÖVP Landesrat Tilg sowie bei den zuständigen Managern der TILAK. Das ist eine Bankrotterklärung der Gesundheitspolitik!“, erklärt LA Andrea Haselwanter-Schneider.

Hat ÖVP Landesrat Tilg die Unwahrheit gesagt?

ÖVP Gesundheitslandesrat Tilg hat in einer aktuellen Anfragebeantwortung vom 9. November 2011 auf die Frage „Welches Spital bzw. Bezirkskrankenhaus verliert welche Betten und welche Betten kommen stattdessen dazu?“ völlig andere Aussagen gemacht:

„Grundsätzlich ist anzumerken, dass sämtliche Veränderungen ´bettenneutral` sind, d.h. die Gesamtbettensumme je Krankenanstalt – und für die Fondskrankenanstalten insgesamt – unverändert bleibt.“

 

„Entweder ÖVP Landesrat Tilg ist inkompetent und schlichtweg nicht informiert oder er teilt uns die Unwahrheit mit. Beides ist von einem zuständigen Gesundheitslandesrat nicht zu akzeptieren”, kritisiert LA Haselwanter-Schneider die Gesundheitspolitik der ÖVP-SPÖ Landesregierung.

Gynäkologie: Tilg muss Sofortlösung auf den Tisch legen!

“Die Patienten haben das Recht auf die beste Behandlung und auf eine anständige Unterbringung. Die Belegstage im Krankenhaus sind durch die leistungsorientierte Krankenhausfinanzierung ohnehin schon drastisch gesunken, für uns ist es nicht zu verantworten – noch dazu wegen Bettenmangels – die Patientinnen immer noch früher nach Hause zu schicken. Uns reicht es nicht, eine gynäkologische Tagesklinik für den St. Nimmerleinstag anzukündigen, wir verlangen von ÖVP Landesrat Tilg eine sofortige Lösung für die Patientinnen an der Gynäkologie der Uniklinik in Innsbruck“, fordert LA Andrea Haselwanter-Schneider.

Zum Nachlesen: Anfragebeantwortung “Neuer Bettenplan durch die Hintertür”, 09. November 2011