Rettung und Feuerwehr bei einer Übung

„Das Tiroler Notarztsystem hat jahrzehntelang gut funktioniert. Jetzt gibt es erstmals bei bewährten und wichtigen Stützpunkten massive Probleme, genügend Notärzte zu besetzen. Der Grund: Notärzte haben wegen der absoluten Verunsicherung durch die ÖVP-SPÖ Landesregierung ihren Job quittiert. Jetzt hat das bewährte System Lücken. Die Verantwortung dafür tragen Landeshauptmann Platter, Landesrat Tilg und der Koalitionspartner SPÖ“, stellt Klubobmann LA Bernhard Ernst klar.

Am Anfang war das ÖVP-SPÖ-Gesetz…

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol erinnert die ÖVP daran, dass sie gemeinsam mit der SPÖ zuerst eine Gesetz erlassen hat, das den Gemeinden die Kompetenz entzogen hat, diese Kompetenz einer Bietergemeinschaft übertragen und keine konkreten Lösungen mit den Notärzten verhandelt hat. Das Verbot von Werkverträgen für freie Dienstnehmer hat die Situation verschärft.

…jetzt kommen die Lücken in der Notfallversorgung an den Tag!

„ÖVP Landesrat Tilg hat monatelang die Lösung des drängenden Problems auf die lange Bank geschoben, obwohl es zahlreiche Hinweise von betroffenen Notärzten gegeben hat. Sie haben sich Sorgen um die Gesundheitsversorgung der Tiroler Bevölkerung gemacht. Die Konsequenzen sind jetzt deutlich sichtbar. Das bodengebundene Notarztsystem hat Lücken. Noch stopft sie zum Großteil das luftgebundene Notarztsystem, aber bei Schlechtwetter, Nebel und in der Nacht entstehen weitere gefährliche Lücken“, erklärt LA Ernst.

Notarztgipfel mit Menschen aus der Praxis!

„Landesrat Tilg soll zu einem Tiroler Notarztgipfel laden. Dabei sollen die Säulen und Praktiker des Tiroler Notarztwesens, die NEF-Stützpunktleiter, die niedergelassen Ärzte und die Vertreter der Notarzthubschrauber genauso mitreden, wie die Vertreter der großen Rettungsorganisationen (Bietergemeinschaft, RK-Tirol, Bergrettung Tirol), die Ärztekammer, die Kassen, der Gemeindeverband und die Verantwortlichen der Leitstelle Tirol. Ziel des Notarztgipfels soll 1. eine genaue Evaluierung der Situation sein, 2. die Erarbeitung regionaler Szenarien zur Abdeckung der Notfallversorgung auf höchstmöglichem Qualitätsniveau und 3. die langfristige Sicherung der Notfallversorgung in Tirol auf Basis der Erfahrung der Praktiker“, skizziert LA Bernhard Ernst seinen Vorschlag.

Statt Streit ums Geld müssen die Menschen zählen!

Bis heute hat Tilg dem Notarztverein nichts Konkretes ermöglicht, weil sich die Gespräche im Verein vor allem um die Frage der Kostenträgerschaft drehen. Außer acht gelassen wird das Wesentliche: Die sichere, schnelle und kompetente Versorgung der Verletzen auf Tirols Straßen, Pisten, Bergen und nach Arbeits- und Haushaltsunfällen.