Baustelle Rettungswesen in Tirol

Treibt ÖVP-Landesrat Tilg Rettungs-Gesellschaft in Insolvenz?

“Die Diskussion um einen möglichen Insolvenzantrag der Tiroler Rettungs-Gesellschaft ist ein weiterer trauriger Höhepunkt der unsäglichen Politik von ÖVP-Landesrat Tilg. Er hat die nicht notwendige, europaweite Ausschreibung des Tiroler Rettungswesens vom Zaun gebrochen und in vollem Umfang zu verantworten. Wegen dieser Ausschreibung sitzt ihm jetzt der unterlegene Mitanbieter, der dänische Rettungskonzern Falck, im Nacken und beobachtet genau, ob das Land Tirol die Ausschreibungsbedingungen einhält. Klagen stehen schon im Raum”, berichtet LA Bernhard Ernst.

ÖVP-Landesrat mißbraucht Rettung für Polit-Machtspiel!

“Das 2009 von ÖVP und SPÖ beschlossene Rettungsgesetz hat die Gründung einer Rettungs-Gesellschaft erzwungen. Der Zuschlag um 27,5 Millionen Euro war ein reiner politischer Preis, der die wahren Kosten des Rettungswesens nicht wiederspiegelt. Der verantwortliche ÖVP-Landesrat Tilg hat schon damals genau gewusst, dass um diese Summe der Leistungskatalog nicht zu erbringen ist. Er hat die Tiroler Rettungsversorgung für sein Polit-Machtspiel benützt”, stellt Klubobmann LA Bernhard Ernst fest.

Einsparungspotential von 6 Mio. € absurd

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol hält die von Tilg geforderten Einsparungen von 6 Mio. € für nicht machbar.

“Die von Tilg geforderten Einsparungsmaßnahmen in Höhe von 6 Millionen Euro bei der Rettungs-Gesellschaft sind ein Schlag ins Gesicht der tausenden freiwilligen Helfer. Zumal einerseits Rettungswägen reduziert und andererseits die Zahl der Freiwilligen um 30 Prozent aufgestockt werden sollen. Letzteres ist angesichts der dauernden Diskussion um Geld und der dauernden Diskreditierung der Freiwilligen unmöglich. Experten sehen maximal eine Million Euro an Einsparungspotential. Die von Tilg verlangten Einsparungen sind absurd und nur möglich, wenn massiv in die Qualität des Rettungswesens eingegriffen wird, etwa über die Schließung von Ortsstellen”, erklärt LA Bernhard Ernst.

Die Zeit drängt – rote Versammlung am weißen Landhausplatz notwendig!

“Die verantwortlichen Funktionäre beim Roten Kreuz und bei der Rettungs-Gesellschaft müssen den Ernst der Lage endlich erkennen und um ihren Auftrag kämpfen. Offenbar versteht die ÖVP-Politik von Platter und Tilg nur die Sprache des offenen Protestes, denn am Verhandlungstisch ist man sich bisher nicht näher gekommen und die Zeit drängt. Ich appelliere an die verantwortlichen Retter, also die Funktionäre der Bezirksstellen, ihren Unmut auch öffentlich kundzutun und eine rote Versammlung am weißen Landhausplatz zu organisieren”, fordert LA Bernhard Ernst alle Funktionäre auf.

Ehrenamtliche haften für Millionen-Minus

“Eines ist nicht zu vergessen, die ehrenamtlichen Funktionäre der Bezirksstellen haften für das Millionen-Minus bei der Rettungs-Gesellschaft! Ihr Einsatz für eine ordentliche Abgeltung der Rettungsleistungen ist aber kein Selbstzweck, sondern der Kampf für ein funktionierendes, flächendeckendes und ausgezeichnetes Rettungswesen in Tirol. Die Gesundheitsversorgung aller Tiroler eignet sich nicht für politische Machtspiele!“, meint LA Bernhard Ernst.

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