StoppBeim ehemaligen ÖVP-Landesrat Christian Switak geht es nicht um einen Kriminalfall, sondern um einen politischen Moralfall. Das Handeln von Platters engsten Vertrauten symbolisiert den moralischen Verfall der Politik in Tirol und in Österreich. Es fehlt ein gesundes Unrechtsbewusstsein”, bilanziert LA Fritz Dinkhauser.

Supergünstige Wohnung für ÖVP-Landesrat als No-Go!

“Es ist für einen Landesrat selbstverständlich politisch nicht zulässig um 800 Euro in einer 150 Quadratmeter Penthouse-Wohnung mitten in Innsbruck zu residieren, die einem Seilbahn-Unternehmer gehört, für dessen Genehmigungen der Landesrat politisch zuständig ist. ÖVP-Landesrat Switak ist als Zuständiger für die Raumordnung die Letztinstanz für alle Seilbahn- und Golfplatzangelegenheiten. Ja glaubt denn wirklich irgendjemand in Tirol an Zufall, dass über Jahre hinweg ausgerechnet die für die Raumordnung zuständigen ÖVP-Landesräte Streiter, Hosp und Switak 46 Jagdeinladungen samt Abschüssen in den Schultz-Revieren genießen durften?”, erinnert Fritz Dinkhauser an die diesbezügliche Dokumentation in einem Bericht des Landesrechnungshofes.

Kein politisch-moralischer Persilschein!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol akzeptiert die Einstellung der Ermittlungen durch die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft, aber interpretiert sie nicht als politisch-moralischen Persilschein.

“Es geht um den Maßstab des Anfütterns, dieser Diskussion hat sich ein Politiker zu stellen. Die Korruptionsstaatsanwaltschaft fällt keine Urteile, sie ist – bedauerlicherweise – eine weisungsgebundene Behörde, die prüft, ob etwas kriminell ist oder nicht. Ob es deswegen politisch und moralisch in Ordnung ist, sagt sie mit keinem Wort”, so Fritz Dinkhauser.

Switak-Rücktritt von ÖVP-Partefreunden erzwungen!

“Fest steht, dass einige in der ÖVP nicht an mehr an Switak anstreifen wollten, denn die Tiroler Opposition hätte ÖVP-Landesrat Switak wohl nicht zum Abtritt bewegen können. Es muss also der Druck aus den eigenen Reihen groß gewesen sein, der den engsten Vertrauten und die rechte Hand von Landeshauptmann Platter zum vorzeitigen Abgang bewogen hat”, meint Fritz Dinkhauser.

Landesrechnungshof dokumentiert enge Beziehung Landesregierung und Schultz-Gruppe

“Der Landesrechnungshof untersucht in drei Sonderprüfberichten – der vierte Bericht folgt in Kürze – das Verhältnis der Landesregierung zur Schultz-Gruppe und dokumentiert eine Begünstigung, wenn allein 42% aller Landesförderungen für die Tiroler Seilbahnen an die Schultz-Gruppe fließen. Schuld ist nicht Schultz, er nimmt, was er bekommt. Schuld ist die ÖVP-dominierte Landesregierung, die es möglich macht, deren Mitglied in einer Luxus-Wohnung der Firma Schultz wohnt und deren Mitglieder sich über Jahre hinweg zu 46 dokumentierten Jagd-Abschüssen einladen ließen”, fasst Fritz Dinkhauser zusammen.

Zum Nachlesen:

In den Medien:

Kommentar der Tiroler Tageszeitung zum Fall Switak   Bericht der Tiroler Tageszeitung zum Fall Switak