Seveso-Betrieb Donauchemie in Landeck

ÖVP-Grüne beschließen Gesetz, Bürger zahlen die Zeche!

ÖVP und Grüne haben mit ihrer Mehrheit – gegen die Stimmen der Liste Fritz – im November-Landtag das “Tiroler Seveso III-Anpassungsgesetz” beschlossen. Neben der Raumordnung hat dieses Gesetz jetzt neu in der Bauordnung gewaltige Auswirkungen auf die Anwohner solcher Seveso-Betriebe.

“Die Landesregierung setzt Gefahren, die von Betrieben ausgehen, Naturgefahren gleich. Wer in einem Seveso-Gefährdungsbereich wohnt hat Folgen wie in einer Roten Zone zu tragen. Problematisch ist, dass die schwarz-grüne Landesregierung die Kosten einer Gefährdung nicht den Betrieben, die die Gefährdung verursachen, sondern den betroffenen Anwohnern auflastet”, bringt FRITZ-Landtagsabgeordneter Andreas Brugger den problematischen Sachverhalt auf den Punkt.

Bericht der Tiroler Tageszeitung zum TT-Forum in Landeck zum Thema SevesoSeveso III-Problematik verunsichert Bürger in Landeck!

Rund 300 Bürger haben beim TT-Foruum zur Seveso III-Problematik in Landeck teilgenommen. FRITZ-Landtagsabgeordneter Andreas Brugger, der das Problem vor Beschlussfassung im Tiroler Landeck aufgezeigt hat und mit einer Verschiebung des Landtagsantrages am Widerstand von ÖVP und Grünen gescheitert ist, hat die Bürger informiert.

Zum Nachlesen – vom TT-Forum in Landeck:

Seveso-Betriebe: Betroffene Anwohner müssen Kosten tragen!

“Anwohner, die ihr Haus ordnungsgemäß bewilligt bekommen haben, können jetzt Auflagen vorgeschrieben bekommen, die sie auf eigene Kosten umsetzen müssen. Im Extremfall geht das so weit, dass sie ausziehen müssen. Sicher wird der Verkehrswert eines Hauses und eines Grundstückes, das im Seveso-Gefährdungsgebiet liegt, rapide sinken. Es ist absurd und ungerecht, dass gefährliche Betriebe nichts tun müssen, betroffene Anwohner aber die Folgekosten schultern sollen!”, stellt Landtagsabgeordneter Andreas Brugger fest.

11 gefährliche Seveso-Betriebe in Tirol

Laut Recherchen der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol gibt es derzeit 11 Seveso-Betriebe in Tirol, mit 1. Juni folgt ein Zwölfter. Da die Behörden aus der Liste der Betriebe eine Geheimsache machen, hat die Liste Fritz eine vorläufige Liste zusammengestellt. Folgende Betriebe dürften derzeit als Seveso-Betriebe gelten: Sandoz, Swarovski, Liebherr Lienz, Kemacos in Kematen, Primagaz in Kirchbichl, Propangas AG in Volders oder Donauchemie Landeck.

Zum Nachlesen auf einen Blick:

Liste FRITZ beantragt Gesetzesänderung

“Die Liste Fritz wird im Landtag eine Gesetzesänderung beantragen, wonach der jeweilige gefährliche Betrieb und nicht der betroffene Anwohner alle Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit von Personen, die innerhalb eines Gefährdungsbereiches wohnen oder arbeiten, zahlen muss. Wir halten es außerdem für sinnvoll, zu überprüfen, ob schon bestehende Betriebe aus dem Wohngebiet abgesiedelt werden können. Ein Gaslager muss beispielsweise nicht im Wohngebiet liegen. Neue Seveso-Betriebe sollen nur bei überwiegend öffentlichem Interesse, auf einer Sonderfläche und weit ab vom Wohngebiet angesiedelt werden”, verlangt LA Andreas Brugger.

Fritz-Landtagsabgeordneter Andreas BruggerJa zur Sicherheit, Ja zu Betrieben, aber Nein zur Kostenabwälzung!

“Wir wollen Betriebe und Arbeitsplätze im Land und wir halten die von der EU vorgegebene Seveso-Richtlinie für notwendig, weil sie die Gefahren, die von einem Betrieb ausgehen, zu minimieren versucht. Aber entscheidend ist die Umsetzung in Tirol und sollen nicht die schuldlos in einem Seveso-Gefährdungsbereich zu liegen kommenden Anwohner, sondern die gefährlichen Betriebe die Kosten für die Sicherheitsmaßnahmen tragen müssen”, fasst Andreas Brugger zusammen.

Zum Nachlesen – so berichten die Medien: