TILAK: Chronischer Finanzpatient

Laut Bericht der Tiroler Tageszeitung hat das Minus in den Landesspitälern im Jahr 2012 satte 32 Millionen Euro betragen und  für das laufende Jahr 2013 ist ein noch größerer Abgang von 43 Millionen Euro budgetiert.

“Angesichts dieser tiefroten Zahlen in den Tiroler Landesspitälern darf die zuständige ÖVP-SPÖ Landesregierung nicht zur Tagesordnung übergehen. Nachdem die Verluste keinesfalls einmalig sind, ist die TILAK offenbar ein chronischer Finanzpatient”, bringt es LA Andrea Haselwanter-Schneider auf den Punkt.

Wer übernimmt Verantwortung für Millionen-Verluste?

“Es liegt am zuständigen ÖVP-Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg aufzuklären, aus welchen Gründen diese besorgniserregenden Verluste Jahr für Jahr auflaufen. Welche Erklärung hat Landesrat Tilg für die bisher entstandenen Verluste, vor allem aber welche Strategie hat er, um künftige Millionen-Verluste zu vermeiden. Denn jeder Tiroler Steuerzahler muss wissen, dass dieses Millionen-Minus mit Tiroler Steuergeld auszugleichen ist, das anderenorts fehlen wird. Wir fordern daher Aufklärung, wie es zu diesen jährlichen Defiziten kommen kann, wer die Verantwortung dafür übernimmt und wie das langfristige Konzept ausschaut, um weitere Millionen-Verluste zu verhindern“, erklärt LA Andrea Haselwanter-Schneider.

Platter-Regierung und die Großbaustelle Klinik

“Trotz vollmundiger politischer Ankündigungen gibt es nach wie vor keinen Zusammenarbeitsvertrag zwischen Land und Bund, also zwischen TILAK und Medizinuniversität. Dadurch leisten sich die zuständige ÖVP-Bundes- und ÖVP-Landespolitik weiterhin teure Doppelgleisigkeiten auf dem Rücken der Patienten, Mitarbeiter und Steuerzahler. Nach wie vor kooperieren TILAK und Medizinuni schlecht und stecken zu viele Millionen in teure Verwaltungsstrukturen, so hat die TILAK gleich 5 Vorstände und die Medizinuniversität 1 Rektor und 4 Vizerektoren, früher gab es 1 Dekan”, meint Andrea Haselwanter-Schneider.

Ungerechte Zwei-Klassen-Entlohnung

“Während die Ärzte an der Front sowie das Pflegepersonal zwar tagtäglich große Verantwortung tragen, aber schlecht verdienen, sollen – so wird uns zugetragen – die TILAK-Vorstände um die 150.000 Euro pro Jahr bekommen. Diese ungerechte Zwei-Klassen-Entlohnung steht in keinem Verhältnis. Auch das unüberlegte Zusperren von Stationen, wie der sozialpsychiatrischen Abteilung in Hall, lehnen wir ab. Dort wissen die Patienten und vor allem ihre Angehörigen ab 1. September nicht, wo sie hingehen sollen. Sie stehen quasi auf der Straße”, berichtet LA Andrea Haselwanter-Schneider.

Zum Nachlesen:

Foto: Henrik Vogel, pixelio.de