Eine Ärztin mit einem Krankenbett

Medizin-Institut für schwerkranke Patienten vor der Schließung!

Seit 22 Jahren genießt das Institut für Nuklearmedizin und Schilddrüsendiagnostik in Wörgl einen hervorragenden Ruf und versorgt laut eigener Darstellung auf der Internetseite 250.000 Einwohner im Einzugsgebiet.

“Dort werden bis dato alle sozialversicherten Patienten mit Krebserkrankungen, Tumoren, Knochenentzündungen und alle Schilddrüsenproblemen kostenlos untersucht und behandelt. Mit August dieses Jahres plant die TILAK dieses Institut zu schließen und privat weiterführen zu lassen, die Mitarbeiter hat man darüber bereits informiert. Als Grund wird die notwendige Neuanschaffung eines kaputt gegangenen Gerätes angeführt”, erklärt Klubobfrau LA Andrea Haselwanter-Schneider die Ausgangslage.

Sind der TILAK Kosten von 350.000 Euro zu viel?

“Anstatt die Kosten von 350.000 Euro für ein neues Gerät aufzubringen, will die TILAK das Institut schließen und in private Hände legen, was in jedem Fall zu einer Leistungseinschränkung und Verschlechterung der medizinischen Versorgung für die tausenden, schwerkranken Patienten führen wird. Für die private Weiterführung konnte bis dato kein Kassenvertrag ausverhandelt werden, weshalb alle schwerkranken Patienten befürchten müssen, ihre Untersuchungen und Behandlungen künftig selber bezahlen zu müssen oder die 120 Kilometer Strecke nach Innsbruck und retour auf sich zu nehmen. Auch die Arbeitsplätze der betroffenen Mitarbeiter sind gefährdet”, weiß Andrea Haselwanter-Schneider.

Sparen ja, aber nicht am falschen Platz!

Liste Fritz Klubobfrau Andrea Haselwanter-SchneiderDie Liste Fritz – Bürgerforum Tirol bekennt sich zu einem sorgsamen Umgang mit öffentlichen Geldern, kann aber Leistungskürzungen und Einsparungen auf dem Rücken schwerkranker Patienten nicht unterstützen.

“Eine Gesundheitspolitik nach dem Motto ´privat statt öffentlich` geht voll zu Lasten der Patienten, in diesem Fall schwerkranker Patienten. In jedem Fall ist die TILAK dabei, die Leistungen für die Patienten einzuschränken und damit zu verschlechtern. Wurden in Wörgl früher 6-7 Patienten pro Tag untersucht und behandelt, so sind es derzeit – aufgrund des kaputten zweiten Gerätes – schon nur mehr 1-2 pro Tag. Auch im Gesundheitsbereich gibt es Einsparungsnotwendigkeiten, allerdings stimmt in diesem Fall das Verhältnis bei weitem nicht: Während in der TILAK-Zentrale in Innsbruck immer mehr Verwaltungspersonal angestellt wird, will die TILAK für ein medizinisch notwendiges und von schwerkranken Patienten nachgefragtes Gerät in Wörgl kein Geld mehr haben. Da fehlt das soziale Gespür, die Leidtragenden sind die Patienten und Mitarbeiter”, sieht Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider den zuständigen Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg in der Pflicht.

Liste FRITZ: Dringlichkeitsantrag für Erhalt der wohnortnahen Gesundheitsversorgung

Daher wird die Liste Fritz im Mai-Landtag einen Dringlichkeitsantrag für den Fortbestand des TILAK-Institutes einbringen.

“Mit unserem Dringlichkeitsantrag wollen wir die Schließungs- und Privatisierungspläne der TILAK öffentlich machen und im Sinne tausender schwerkranker Patienten verhindern!”, stellt Landtagsabgeordnete Andrea Haselwanter-Schneider fest.

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