Pflege

Liste Fritz setzt sich für die Pflege daheim ein!

Die Abschaffung des Pflegeregresses kommt die Tiroler zwar teuer, aber als soziale Maßnahme war sie richtig. Allerdings haben ÖVP und SPÖ vergessen – begleitend zur Abschaffung – mehr in Maßnahmen für die Pflege daheim zu investieren. In den vergangenen fünf Jahren ist bei der mobilen Pflege viel zu wenig passiert, Tirol hat extremen Nachholbedarf bei Plätzen für die Kurzzeitpflege, für die Tagesbetreuung und für das betreute Wohnen”, stellt Pflegeexpertin und Klubobfrau LA Andrea Haselwanter-Schneider fest.

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Landesregierung kümmert sich wenig um Pflege daheim!

“Dazu stiehlt sich das Land bei der 24-Stunden-Betreuung komplett aus der Verantwortung, denn dafür wendet die Landesregierung keinen Euro aus dem Landesbudget auf. Die Hauptlast für die Pflege daheim bleibt daher bei den pflegenden Angehörigen und den Mitarbeitern der Gesundheits- und Sozialsprengel, die sich aufopfernd bemühen, die aber zeitlich sehr begrenzt sind und nur für bestimmte Leistungen nach Hause kommen. Es braucht eine Offensive für die Pflege daheim, mehr Unterstützung für seniorengerechte Sanierungen von Wohnungen und ein verstärktes Schulungsangebot für pflegende Angehörige direkt daheim, dort wo die Pflege stattfindet”, erklärt Andrea Haselwanter-Schneider.

Bau neuer Pflegeheime ist kein Allheilmittel!

“Ja, die Mitarbeiter in den Alten- und Pflegeheimen machen unter schwierigen Rahmenbedingungen gute Arbeit. Und nein, immer noch mehr neue Heimplätze lösen das Pflegeproblem nicht. Der Ausbau der mobilen Pflege ist bisher schon viel zu kurz gekommen und die Absicht der Landesregierung immer noch mehr Heimplätze zu bauen, verschärft die Situation”, weiß Andrea Haselwanter-Schneider.

Liste Fritz Klubobfrau Andrea Haselwanter-SchneiderBau eines Altersheim-Platzes kostet 150.000 €!

“Sobald eine Gemeinde oder ein Gemeindeverband ihr Altersheim errichtet haben, müssen sie die Heimplätze auch belegen, alles andere wäre unwirtschaftlich. Allein die Errichtung eines Altenheimplatzes kostet im Bau 150.000 Euro. Dazu kommen dann noch die Kosten für den laufenden Betrieb und für das notwendige Personal. Die Unterstützung für die Pflege daheim ist um ein Vielfaches günstiger und noch dazu wollen 80 Prozent der Tiroler daheim statt im Heim gepflegt werden”, erläutert Pflegeexpertin Andrea Haselwanter-Schneider.

ÖVP-Landesrat Tilg bei Pflegeversicherung doppelt gefordert

“Eine landesweite, öffentliche Pflegeversicherung haben wir im Juni 2009 im Landtag beantragt, ÖVP und SPÖ haben sie abgelehnt. ÖVP-Gesundheitslandesrat Tilg fordert immer Bundeslösungen, ohne seine Hausaufgaben in Tirol zu machen. Er hätte für alle Landesbediensteten schon längst eine freiwillige Pflegeversicherung einführen können, dann hätte sie zumindest schon einmal ein Teil der Tiroler Bevölkerung. Platter und Tilg müssen jetzt im Zuge der Regierungsverhandlungen auf Bundesebene einwirken, damit eine solidarische Pflegeversicherung auf Bundesebene kommt”, verlangt Andrea Haselwanter-Schneider mehr Einsatz vom ÖVP-Landesrat.