Baustelle Rettungswesen in Tirol

Baustelle 1: Das Ausschreibungs-Fiasko

„Wir sind nicht der Anwalt des dänischen Rettungskonzerns Falck, aber es zeigt sich, dass die von ÖVP-Landesrat Tilg ohne Notwendigkeit vom Zaun gebrochene Ausschreibung des Tiroler Rettungswesens ein großer Fehler war. Tilg hat europaweit ausgeschrieben und gemeint, sich nicht an europaweit gültige Spielregeln halten zu müssen”, kritisiert Klubobmann LA Bernhard Ernst.

ÖVP-SPÖ Rettungpolitik als Desaster: Kosten und Rechtsunsicherheit!

“Egal, ob es zu einer Neuausschreibung oder zu einer Klage durch den Falck-Konzern kommt, Tilgs Gesundheitspolitik ist ein Desaster für das Land und die Tiroler Steuerzahler, die womöglich die Zeche zahlen müssen. Erinnert sei an mehr als 600.000 Euro an Beraterkosten für die unnotwendige Ausschreibung. Erinnert sei an Millionenkosten für die anbietenden Rettungsorganisationen. Durch Tilgs Verschulden herrscht jetzt wieder im gesamten Rettungssystem Rechtsunsicherheit“, stellt Klubobmann LA Bernhard Ernst fest.

Die 8 weiteren Rettungsbaustellen von ÖVP-Landesrat Tilg

  • Baustelle 2 Notarzt-Hubschrauber: Bis dato keine endgültige Lösung was Anzahl und Qualität betrifft.
  • Baustelle 3 Entlohnung der Notärzte: Es gibt eklatante Unterschiede in der Entlohnung der Notärzte.  Für die gleiche Arbeit bekommen Notärzte um bis zu 40% unterschiedliche Gehälter, weil sie unterschiedliche Anstellungsverhältnisse haben. Obwohl Tilg versprochen hat, das System zu harmonisieren.
  • Baustelle 4 Schließung von Ortsstellen: Erneut besteht die Gefahr, dass Ortsstellen vor dem Zusperren stehen, um Kosten zu sparen und das bestehende dezentrale System noch mehr zu zentralisieren.
  • Baustelle 5 Explodierende Gesamtkosten: Die Wirtschaftsprüfer stellen in ihren Berichten fest, dass es Einsparungspotential von bis zu 6 Millionen Euro gibt, gleichzeitig werden Mehrkosten von 6 Millionen Euro kolportiert.

Welche Leistungen will ÖVP-Landesrat Tilg streichen?

„Dieser Bericht ist dem Landtag offenzulegen und ÖVP-Landesrat Tilg ist verpflichtet, zu erklären, was er einsparen will. Beispiel Soziale Betreuungsdienste, wie Essen auf Rädern. Können die Tiroler weiterhin darauf vertrauen, dieses Angebot zu erhalten oder will Tilg diese Leistung streichen? Eine große Bedrohung stellt die zunehmende Frustration bei vielen freiwilligen Rettern dar. Je mehr ihren Dienst aufgrund der verfehlten Tilg-Politik quittieren, umso teurer wird das Tiroler Rettungswesen und umso mehr werden die Tiroler Steuerzahler zur Kasse gebeten“, erklärt Bernhard Ernst.

  • Baustelle 6 freiwillige Retter: Die permanente Verunsicherung wie die Rufschädigung der Freiwilligenarbeit verursachen Abgänge im Freiwilligendienst, weil freiwillige Retter ihren Dienst quittieren. Dazu kommt, dass sich das Arbeitspensum erhöht hat. Die Folge ist, dass jetzt weniger Menschen mehr Arbeit verrichten müssen.
  • Baustelle 7 Leitstelle Tirol: Um das jährliche Finanzdesaster der Leitstelle mit Millionenabgängen zu beheben, verlangt das Land höhere Dispositionsgebühren pro Einsatz. Die Folge ist, dass dieses Geld im Rettungswesen fehlt.
  • Baustelle 8 Besetzung der Dienste an Einsatzstellen: Es wird für einige Ortsstellen immer schwieriger, die vorgeschriebenen Dienste für 24 Stunden an 365 Tagen zu gewährleisten. Mit der Folge, dass immer mehr den Dienst quittieren, die Qualität sinkt und die Leistung teurer wird.
  • Baustelle 9 Qualität bei der Patientenversorgung: Die Hinweise häufen sich, dass die Qualität massiv gesunken ist, beispielsweise sind die Wartezeiten bei den Krankentransporten inzwischen stark gestiegen. Das betrifft Patienten, die täglich auf den Rettungstransport angewiesen sind, etwa zur Dialyse- oder Chemotherapie.

 Rettungswesen Tirol: Teurer und schlechter statt billiger und besser!

„Wovor wir immer gewarnt haben, nämlich dass das Rettungswesen in Tirol durch die Politik von ÖVP-Landesrat Tilg teurer und schlechter statt billiger und besser wird, tritt immer deutlicher zu Tage. Die Zeit des Schönredens ist vorbei, Herr Landesrat Tilg! Die Baustellenpolitik im Bereich der Gesundheits- und Rettungsversorgung und die damit verursachte tägliche Verunsicherung der Tiroler sind den Bürgern nicht länger zuzumuten. Tilg hat seine Verantwortung wahrzunehmen und diese Baustellen konsequent anzugehen“, verlangt LA Bernhard Ernst eine engagiertere Rettungspolitik.