Christopherus Hubschrauber

Im Winter sind derzeit in ganz Tirol bis zu 21 Notarzthubschrauber in der Luft. Sie retten Menschen und machen damit auch Geschäfte. Eine Reform ist notwendig.

„Wir stehen zur Reform der Flugrettung, aber wir verlangen einen ehrlichen Umgang mit den Rettern. Der angebliche Wildwuchs am Himmel ist hausgemacht. Die Hubschrauber werden über die Leitstelle des Landes Tirol disponiert. Daher liegt die Verantwortung der Einsatzzahlen auch bei der Leitstelle und damit beim Land Tirol. Die Landelizenzen vergibt das Ministerium bzw. das Land Tirol. Daher sind Platter und Tilg für den Status quo verantwortlich, die Schuld den Rettern zu geben, ist ungerecht“, sagt Klubobmann LA Bernhard Ernst.

Christophorus Flotte muss Partner Nummer 1 sein!

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol sind sechs ganzjährige Notarzthubschrauber zur Abdeckung der medizinischen Basisversorgung ausreichend. Diesen Teil der Reform unterstützt das Bürgerforum Tirol.

„Wenn ÖVP Landesrat Tilg für jede Region eine eigene Ausschreibung will, ist das eigenartig. Er soll klar sagen, was er damit bezweckt. Vermuten lässt sich, dass der bei der Rettungs-Ausschreibung zu kurz gekommene dänische Anbieter FALCK oder ein Partner zum Zug kommen sollen. Der FALCK Geschäftsführer hat in seiner Stellungnahme zur Rettungsdienst-Ausschreibung offen auf weitere gute Zusammenarbeit mit dem Land Tirol gehofft. Für uns sind die Christophorus Flotte und ihre Partner technisch, medizinisch und was die Erfahrung sowie die lokalen Kenntnisse betrifft als Systempartner die Nummer 1. Darauf zu verzichten wäre absurd! Tilg soll die Fluglizenzen reduzieren, mit den heimischen Profis, nicht nur mit Touristikern reden und offen sagen, was wem wann versprochen wurde“, so LA Ernst.

8 zusätzliche Hubschrauber ein Tilg-Geschenk an die Seilbahnwirtschaft?

„Wenn Landesrat Tilg 8 zusätzliche saisonale Hubschrauber für die großen Skigebiete andenkt, dann ist das ein Geschenk an die Seilbahnwirtschaft. Das heißt, dass wir dann im Winter in Summe 14 Hubschrauber in der Luft über Tirol hätten. Ein Rettungs-Tohuwabohu ist damit vorprogrammiert, auch ein finanzielles. Wer zahlt wen? Welche Ausstattungen und welche medizinischen und technischen Standards haben diese Hubschrauber zu erfüllen?”, will LA Ernst wissen.

Hubschrauber RettungViele offene Fragen punkto medizinische Versorgung! 

“Auch die medizinische Einschätzung der Verletzungen für gerechtfertigte Flüge sehe ich als Problem. Der Verletzungsgrad kann erst in der Klinik festgestellt werden. Sollen Patienten mit NAKA 0-3 nun liegen gelassen werden oder wird der Anforderer zur Kassa gebeten? Der Skilehrer, der Bergretter, der Angehörige? Wer trägt die Verantwortung, wenn ein Hubschrauber bestellt wird und danach stellt sich heraus, dass das angenommene Multi-Trauma nur ein Kreislaufkollaps war?“, ortet LA Ernst noch viele offene Fragen, die Landesrat Tilg zu beantworten hat.