Leere Geldtasche

Die Tiroler verdienen am wenigsten – zahlen aber am meisten!

Laut einer neuen Studie des Marktforschungsinstitutes OGM haben die Tiroler mit 14.049 € netto im vergangenen Jahr am zweitwenigsten in ganz Österreich verdient. Weil Tirol aber das vierthöchste Preisniveau aller Bundesländer hat (hinter Salzburg, Wien und Vorarlberg), sind die Tiroler weiterhin Schlusslicht was die Kaufkraft betrifft. Die Tiroler können sich also mit dem, was sie verdienen, am wenigsten leisten!

“In Tirol spielen wir ständig das Lied vom reichen Westen, dabei gehören wir im Österreich Vergleich zu den Hungerleidern. Landeshauptmann Platter ist von seinem Ziel Tirol zum familienfreundlichsten Land zu machen kilometerweit entfernt. Wenn sich die Tiroler mit dem, was sie verdienen, von allen Österreichern immer noch am wenigsten leisten können, dann läuft etwas gewaltig faul im Land”, sagt LA Bernhard Ernst.

Liste Fritz will Einkommen zum Auskommen! Kampf den Preistreibern!

Für LA Bernhard Ernst von der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol sind einige der Preistreiber im Land klar auszumachen:

  • Preistreiber Nummer eins: Wohnen. Ein Schlüssel zum leistbaren Wohnen sind die Grundstückspreise. Diese werden im Land nach wie vor durch selbst ernannte Zweitregierungen wie die Agrargemeinschaften und ein unnützes Grundverkehrsgesetz künstlich hoch gehalten. Zum Nutzen einiger weniger Agrarfunktionäre.
  • Preistreiber Nummer zwei: Die öffentliche Hand. Über Gebühren und Tarife für Wasser, Abwasser oder Müll belasten Gemeinden, Land und Bund die Bürger. Enorme Heizkosten – 80% der Tiroler sind auf Öl und Gas angewiesen – sind eine Folge der verfehlten Energiepolitik im Land.
  • Preistreiber Nummer drei: Der schwach ausgebaute öffentliche Nahverkehr. Tausende Tiroler sind aufs Auto oder Zweitauto angewiesen, um zur Arbeit zu kommen. Die Preise für den Verkehrsverbund steigen von Jahr zu Jahr bei kaum besserer Leistung.
“Die Schere zwischen niedrigen Einkommen und teurem Leben und Wohnen geht weiter auseinander. Die soziale Schieflage belastet die Tiroler Familien enorm. Familienfreundlich ist Tirol dann, wenn sich die Tiroler mit ihrem Einkommen das Leben leisten können und nicht eine kaputte Waschmaschine die Familienfinanzen in die Krise stürzt!”, mein LA Ernst.

Wo bleiben die Gegenmaßnahmen der ÖVP-SPÖ Landesregierung?

“Die Gegenmaßnahmen der Regierung Platter sind schwach. Wirklich absurd ist etwa die Nahverkehrs-Förderung der ÖVP-SPÖ Landesregierung. Ihre Pendlerförderung teilt die Pendler in gute und schlechte ein. In solche, die über 20 Kilometer fahren, und Geld vom Land bekommen und solche, die weniger als 20 Kilometer fahren, und nichts bekommen. Überhaupt frage ich mich, wo die viel gepriesenen Konjunkturpakete von Bund und Land bleiben? Die Tiroler Bürger spüren bisher Null Effekt. Die Regierung Platter hat den Tirolern versprochen, dass sie sich mit ihren Einkommen Wohnen und Leben leisten können, dann muss die Landesregierung dafür auch etwas tun. Die Wirtschaftskrise kann als Ausrede jedenfalls nicht gelten, denn Tirol ist nicht nur im vergangenen Jahr Schlusslicht bei der Kaufkraft gewesen, sondern auch im Jahr davor, also auch in Zeiten der Hochkonjunktur”, so LA Ernst.