Ein Kind macht Hausaufgaben

“Ob Kinderbetreuung oder  Nachmittagsbetreuung, die ÖVP-Familienpolitik bleibt hatschert und halb. Dass es Fortschritte sowohl bei der ganztägigen und ganzjährigen Kinderbetreuung wie auch bei der schulischen Nachmittagsbetreuung gibt, ist weniger der Einsicht der ÖVP, sondern mehr dem Beschluss des Landtages zu danken. Wo es bei beiden arg hapert ist die Umsetzung und für die ist ÖVP-Landesrätin Palfrader zuständig”, stellt FRITZ-Sozialsprecherin LA Andrea Haselwanter-Schneider klar.

Palfrader schiebt Finanzierungsproblem auf Gemeinden ab!

“Das von Palfrader jetzt verkündete Angebot für die Nachmittagsbetreuung um 35 € monatlich klingt gut, stellt aber die Gemeinden vor finanzielle Probleme, denn bisher konnten die Gemeinden im Hort mit 70 € monatlich planen. Die Folge wird sein, dass die Bürger ihre Kinder aus dem Hort nehmen und in die billigere Nachmittagsbetreuung geben, aber die Gemeinden bleiben auf den Mehrkosten sitzen! Die ÖVP-Landesrätin macht es sich zu einfach, wenn sie die finanziellen und organisatorischen Mühen der Umsetzung einfach den Gemeinden zuschiebt. Schließlich ist bekannt, dass 131 von 279 Gemeinden (47%) stark und voll verschuldet bzw. überschuldet sind”, zeigt Andrea Haselwanter-Schneider auf.

Liste FRITZ: Tiroler Familien, insbesondere Frauen, entlasten!

“Unverständlich ist die Verwunderung von Landesrätin Palfrader, dass der Bedarf ´offensichtlich da sei`. Natürlich ist der Bedarf für Nachmittagsbetreuung groß, wenn in immer mehr Familien beide Elternteile arbeiten gehen wollen oder müssen. Schließlich bekommen die Tiroler – laut Bundesrechnungshof – die schlechtesten Einkommen, müssen aber am meisten fürs Wohnen und Leben zahlen. Viele Familien haben einfach kein Auskommen mit dem Einkommen und können es sich nicht leisten, ausschließlich  daheim bei den Kindern zu bleiben. Nicht zu vergessen sind die rund 24.000 Alleinerziehenden”, erklärt Andrea Haselwanter-Schneider.

ÖVP-Landesrätin Palfrader hat ihre Hausaufgaben noch nicht gemacht!

“Gemeindeübergreifenden Lösungen bei der schulischen Nachmittagsbetreuung sind gut, aber es braucht eine Transportmöglichkeit, damit die Eltern nicht Taxi spielen müssen. Wir wollen auch am Nachmittag eine qualitätsvolle Betreuung durch qualifiziertes Personal mit viel Freizeit für die Kinder. Die Ausbildung zum Freizeitpädagogen startet erst im Herbst. Es wird also zu personellen Betreuungsengpässen kommen. Palfrader verkündet die Ausweitung der schulischen Nachmittagsbetreuung, was aber genügend und qualifiziertes Personal betrifft sowie die notwendige finanzielle Vorsorge für die Gemeinden hat sie ihre Hausaufgaben nicht gemacht!”, meint Sozialsprecherin Andrea Haselwanter-Schneider.

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