Stopptafel vor der Molkerei in Lienz

Aus auf Raten für Molkerei Lienz!

Die Tirol Milch, zu der auch die Molkerei Lienz gehört, war bis zu ihrem Ausverkauf an einen oberösterreichischen Milchkonzern eine Genossenschaft im Eigentum von rund 4.000 Tiroler Bauern, allerdings regiert und dominiert von einigen Funktionärsbauern, die im ÖVP-Bauernbund und in der ÖVP-Landespolitik verankert waren und sind.

“Jetzt kommt es, wie es kommen musste! Die Molkerei Lienz wird vom oberösterreichischen Milchkonzern produkttechnisch ausgedünnt, verliert die Produktion ihrer zwei Spitzen-Käsesorten und es ist zu befürchten, dass sie so auf lange Sicht schwer überlebensfähig sein wird. Übrig bleiben nur Verlierer: Einige Osttiroler bangen um ihren Arbeitsplatz und verlieren diesen, viele Konsumenten verlieren ein regionales Spitzenprodukt und die Milch produzierenden Osttiroler Bauern sind den Entscheidungen einer Konzernführung in Oberösterreich ausgeliefert”, stellen FRITZ-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider und FRITZ-Osttirol Bezirkssprecher Markus Sint klar.

Südtiroler Molkereien zeigen, es geht auch anders!

“Die Ursache liegt nicht in einer ´bösen` Konzernführung in Oberösterreich, sondern in der Fehlentscheidung, die Tirol Milch an einen Konzern zu verscherbeln. Getroffen von ein paar Funktionärsbauern, abgesegnet von der ÖVP-Bauernbundspitze samt ÖVP-Regierungsmitgliedern. Dabei geht es auch ganz anders, wie die Südtiroler Sennerei Drei Zinnen in Toblach und der Milchhof Sterzing beweisen. Sie haben regionale Spitzenprodukte kreiert, wirtschaften damit erfolgreich und veredeln vor Ort das Rohprodukt Milch, das die ansässigen Bauern liefern”, erläutern Andrea Haselwanter-Schneider und Markus Sint.

Artikel zur Molkerei Lienz in der Kleinen ZeitungZum Nachlesen:

Mit Ausverkauf der Tirol Milch auch Idee der Selbstständigkeit verscherbelt!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol hat vehement vor einem Ausverkauf der Tirol Milch und den Folgen gewarnt und musste sich dafür von den ÖVP-Bauernpolitikern als Miesmacher und Bauernhasser verunglimpfen lassen.

“Mit dem Ausverkauf der Tirol Milch haben sie ein Stück Tirol, ein Stück Identität und ein Stück Zukunft verspielt. Verscherbelt haben sie nicht irgendeine Firma, sondern die Idee dahinter. Die Idee seine selbst erzeugten Lebensmittel selbst zu vermarkten und selbst zu verkaufen. Statt Kooperationen mit Südtiroler Molkereien auszuverhandeln, haben Hechenberger, Steixner und Geisler den Ausverkauf schön geredet und den Bauern mit ein paar Cent Milchpreiserhöhung die Zustimmung abgekauf”, meinen Andrea Haselwanter-Schneider und Markus Sint.

Andrea Haselwanter-Schneider und Markus Sint von der Liste FritzÖVP-Funktionärsbauern Kuenz, Mayerl & Co. sind gefordert: Rettungsplan gegen Aus auf Raten notwendig!

“Steixner ist als Landesrat abgetreten, als Obmann der Wipptaler Milchbauern aufgetreten und liefert inzwischen mit seinen Kollegen an den Milchhof Sterzing. Die restlichen Osttiroler und Tiroler Bauern schauen durch die Finger. Sauer schmeckt´s den Steuerzahlern, weil in den vergangenen 10 Jahren mehr als 23 Millionen Euro Fördergeld in die Tirol Milch geflossen sind. Wo ist jetzt der Rettungsplan der ÖVP-Funktionärsbauern, allen voran der Osttiroler ÖVP-Bauern Kuenz und Mayerl, mit dem sie das Aus auf Raten bei der Molkerei Lienz verhindern? Werden sie jetzt Fehler eingestehen, Verantwortung übernehmen und neue Lösungsideen präsentieren?”, verlangen Andrea Haselwanter-Schneider und Markus Sint endlich Engagement und kein peinlich berührtes, untätiges Zuschauen.

Foto: dolomitenstadt.at