Ein Kind

Missbrauchsopfer aus Heimen des Landes Tirol leiden auch heute!

Heidi K. ist als Kind in einem Heim des Landes Tirol missbraucht, vergewaltigt, geschlagen und zur Kinderarbeit gezwungen worden. Der Prozess, den sie gegen das Land Tirol angestrengt hat, hängt seit mehr als eineinhalb Jahren in der Warteschleife. Es fehlt ein Gutachten, das klären soll, ob ihr Anspruch inzwischen verjährt ist oder ob sie zu traumatisiert war, um ihren Anspruch früher geltend zu machen.

Zum Nachlesen:

ÖVP-Grüne verweigern Verzicht auf Verjährungseinwand…

Landtagsabgeordneter Andreas Brugger von der Liste Fritz“Diese Warterei auf ein Gutachten gibt es nur, weil die schwarz-grüne Landesregierung und Landesrätin Baur nicht auf den Einwand der Verjährung verzichten wollen – zu Lasten der betroffenen Opfer! Die Landesregierung nimmt damit eine sehr große emotionale Belastung dieser als Kinder in Landesheimen untergebrachten und dort misshandelten Menschen in Kauf”, kritisiert FRITZ-Landtagsabgeordneter Andreas Brugger.

…zu Lasten der Missbrauchsopfer!

“Ich werfe der Landesregierung vor, dass sie dieses menschliche Leid heute nicht beeindruckt. Dass sie keinen Akt der Menschlichkeit setzt, auf den Verjährungseinwand verzichtet und so ein unabhängiges Gericht über die möglichen Ansprüche der betroffenen Missbrauchsopfer urteilen lässt. Diese fehlende Empathie war seinerzeit Ursache für den skandalösen Umgang mit den Betroffenen und ist heute auch Teil des Problems. Im Umgang mit diesem Thema fehlen der Landesregierung und der zuständige Landesrätin heute immer noch das Gefühl für das menschliche Leid!”, hält Landtagsabgeordneter Andreas Brugger fest.

Zum Vergleichen – der ursprüngliche FRITZ-Antrag von Andreas Brugger auf Verjährungsverzicht und der von ÖVP und Grünen abgeänderte Antrag:

  • Der ursprüngliche Antrag: FRITZ-Landtagsantrag “Verzicht auf Verjährungsfrist in den Missbrauchsfällen der Tiroler Kinderheime in den Jahren 1945-1992”, Februar 2014
  • Der entstellte Antrag: ÖVP-Grüne-Abänderungsantrag und Beschluss, Juni 2014

FRITZ-Landtagsinitiative für menschlichen Umgang mit Missbrauchsopfer von ÖVP und Grünen abgelehnt!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol hat mittels Landtagsantrag einen Verzicht auf den Verjährungseinwand für jene Fälle, in den Missbrauchsopfer das Land Tirol geklagt haben oder klagen wollen, beantragt. Den Antrag haben ÖVP und Grüne abgelehnt.

“Die Landesregierung und Landesrätin Baur verhindern über den Verjährungseinwand eine Aufarbeitung der Vergangenheit durch ein unabhängiges Gericht: Das Land Tirol hat sich an diesen Menschen bereichert und war Profiteur dieser Kinderarbeit. Weil diese Kinder ´schwarz` gearbeitet haben und keine Sozialversicherung für sie bezahlt wurde, fehlen ihnen heute die Zeiten für einen ordentlichen Pensionsanspruch”, erläutert Andreas Brugger.

Unabhängiges Gericht soll Fälle der Missbrauchsopfer beurteilen können!

“Zu klären ist in einem Gerichtsverfahren auch, ob das Land Tirol nicht eine Aus- und Weiterbildung der betroffenen Menschen verhindert hat, indem es die Kinder statt in die Schule zu schicken als Hilfsarbeiter ausgebeutet hat. Es gehört von einem unabhängigen Gericht geklärt, ob die Entschädigung des Landes Tirol – Heidi K. hat 15.000 Euro erhalten – ein Almosen war und ob den betroffenen Missbrauchsopfern nicht vielmehr zustehen würde. Das alles kann und soll ein unabhängiges Gericht im Interesse der Menschen und des Landes Tirol klären. Es kann nicht sein, dass das Land Tirol seine Finanzen auf dem Rücken der Kinder sanieren will, die seiner Fürsorge anvertraut waren und denen es schwerstes Unrecht und Leid zugefügt hat”, beanstandet Landtagsabgeordneter Andreas Brugger.

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Foto: Meltis für pixelio.de