Das Tiroler Landhaus in Innsbruck

Kinder in Landesheimen missbraucht

“Wir reden von Kindern, die in diese Kinderheime des Landes gekommen sind, weil sie Gewalt oder sexuellen Missbrauch erlebt haben, weil ihre Eltern nicht auf sie schauen konnten und weil sie aus sozial benachteiligten Schichten gekommen sind. Diese Kinder haben nichts verbrochen und trotzdem sind ihnen in den Landesheimen brutale und rohe Gewalt, seelische Grausamkeiten, sexueller Missbrauch, Quälereien – Sadismus pur widerfahren”, berichtet FRITZ-Landtagsabgeordneter Andreas Brugger.

Zum Nachlesen:

Auch damals keine gängigen Erziehungsmassnahmen

Liste Fritz Landtagsabgeordneter Andreas Brugger“Das hatte auch damals nichts mit gängigen Erziehungsmaßnahmen zu tun! Diese Kinder mussten Zwangsarbeit verrichten, von der das Land als Heimträger profitiert hat, diese Kinder haben keine Ausbildung bekommen, waren nicht sozialversichert und haben heute keinen Pensionsanspruch. Diese Kinder sind in Landesheimen als Persönlichkeiten planmäßig kaputt gemacht worden. Während die Landesregierung 2010 dieses Unrecht anerkannt hat, sich dafür entschuldigt und kleinere Entschädigungen – allerdings gegen den Verzicht weitere Forderungen zu stellen – bezahlt hat, versucht sie das Unrecht heute schönzureden und blockiert die Aufarbeitung. Die Landesregierung will sich aus der finanziellen Verantwortung schleichen!”, zeigt sich Andreas Brugger bestürtzt.

Bei Klagen von Missbrauchsopfern muss Land auf Verjährung verzichten!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol hat daher im Landtag beantragt, dass sich die Landesregierung bei Klagen von Missbrauchsopfern in Landesheimen nicht hinter dem Einwand der Verjährung verschanzt.

“Es muss eine Selbstverständlichkeit sein, dass die Landesregierung heute das wiedergutmacht, was heute noch wiedergutzumachen ist. Bei Klagen von Missbrauchsopfern muss die Landesregierung daher auf den Einwand der Verjährung verzichten und ein unabhängiges Gericht entscheiden lassen, ob und in welcher Höhe die misshandelten Kinder von damals heute zu entschädigen sind. Diese Missbrauchsopfer sind traumatisiert, sie haben über die Jahre den Glauben an Institutionen und den Rechtsstaat verloren”, weiß Andreas Brugger.

Im Wortlaut:

Schwarz-grüne Landeregierung steht in der menschlichen, moralischen und politischen Verantwortung!

“Das Land hat damals verhindert, dass diese Opfer zu ihrem Recht kommen und sie sogar eingeschüchtert, und heute sagt das Land, ihr seid leider zu spät gekommen, die Sache ist verjährt. Das finde ich schäbig und unmenschlich! Diesen Menschen hat das Land immer das Recht genommen, es darf ihnen heute nicht wieder das Recht nehmen! Es geht um eine menschliche, moralische und politische Entscheidung, die die schwarz-grüne Landesregierung zu fällen hat”, stellt Landtagsabgeordneter Andreas Brugger klar.

Zum Nachlesen – so berichten die Medien: