Armut

Wir brauchen mehr Armutsbekämpfung, Mindestsicherung ist zu wenig!

Ziel Nummer eins der Bedarfsorientierten Mindestsicherung war es, armen und armutsgefährdeten Menschen zu helfen.

“Es geht ganz schnell, jeder kann in eine Notlage kommen, unverschuldet durch Krankheit oder Jobverlust. Im Durchschnitt brauchen diese Menschen nur etwas mehr als 20 Wochen die Unterstützung der Gesellschaft und in dieser kurzen Zeit sollte Tirol großzügig zu ihnen sein. Das haben sich diese Menschen verdient!”, erklärt LA Fritz Dinkhauser.

Mindestsicherung bringt keine Armutsbekämpfung!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol hat im Landtag gegen die Bedarfsorientierte Mindestsicherung gestimmt.

“In Tirol gelten 100.000 Menschen, darunter 20.000 Kinder als armutsgefährdet. Das heißt, dass sie weniger als 900 Euro zum Leben haben. Mit der neuen Mindestsicherung wird sich daran nicht viel ändern. Wir haben in Tirol die höchsten Wohn- und Lebenskosten. Zwar berücksichtigt die Mindestsicherung die höheren Wohnkosten und zahlt den ´ortsüblichen Mietpreis`, aber bei den in Tirol viel teureren Lebenskosten gibt es nichts dazu. Daher haben wir eine West-Zulage verlangt, damit sich die Menschen das teure Leben in Tirol leisten können. Diese West-Zulage hätten ÖVP und SPÖ gewähren können, es wäre rechtlich möglich!”, stellt LA Fritz Dinkhauser klar.

Mindestsicherung: 18,60 pro Tag zum Leben!

Laut Gesetz bekommt eine Einzelperson 558 € im Monat fürs Leben, dazu den Wohnkostenanteil (ortsüblichen Preis) und vierteljährlich geringe Sonderzahlungen.

“Zum Leben bleiben so rund 18,60 Euro pro Tag. Das ist nicht viel, das ist kein Luxus. Da sind Versicherungskosten für die Wohnung, laufende Aufwendungen wie Telefon- oder Fernsehgebühren oder außerplanmäßige Reparaturen für die Waschmaschine kaum zu bestreiten. Wir müssen bei denen sparen, die es haben, aber nicht bei denen, die nichts oder nicht viel haben”, verlangt LA Dinkhauser.

Gefühl für Menschen in Not nicht vergessen!

“Wir brauchen Gefühl für die Menschen, wir dürfen sie nicht ins kriminelle Eck stellen und ständig als Schmarotzer denunzieren. Diese Menschen brauchen unsere Hilfe, für jeden Beton-Landhausplatz haben wir 6 Millionen Euro, für jedes Bergisel Museum haben wir 25 Millionen Euro für das Brennerloch hat Platter sogar 190 Millionen Euro versprochen, dann werden wir als eines der reichsten Länder auch für die Ärmsten der Armen etwas haben”, so LA Dinkhauser.