Fritz Dinkhauser bei einer Pressekonferenz

„Wir lehnen den Entwurf für das Gesetz zur Mindestsicherung ab, weil das Gesetz unsozial und unmenschlich ist! Das Ziel der Armutsbekämpfung, das im Paragraf 1 genannt ist, verfehlt die ÖVP-SPÖ Landesregierung damit. Das, obwohl 100.000 Tiroler, darunter 20.000 Kinder, armutsgefährdet sind. Bisher hat Tirol die Grundsicherung (Sozialhilfe) 14 Mal pro Jahr ausbezahlt, die Mindestsicherung gibt es nur 12 Mal. Andere Bundesländer machen mehr. Die Landesregierung muss nachbessern, ein 13. und 14. Bezug ist das Mindeste“, erklärt LA Fritz Dinkhauser.

ÖVP-SPÖ Landesregierung fehlt soziales Gespür!

„Laut Angaben des Landes sind die Menschen durchschnittlich 20 Wochen – genau 5,4 Monate – in der Grundsicherung. Es geht also nicht um Menschen, die das Land ausnutzen wollen, die Schmarotzer sind, sondern um eine vorübergehende Unterstützung. Diese Menschen brauchen eine Brücke, die steht ihnen zu, denn der Großteil gerät unverschuldet, etwa durch Arbeitslosigkeit oder Krankheit in eine Notlage. Uns fehlt bei der Mindestsicherung die Gerechtigkeit, für jedes Berg Isel Museum sind 25 Millionen Euro da, für die Umfahrung Heiterwang waren 30 Millionen Euro da, bei der Mindestsicherung wird gefeilscht und gespart! Bei ÖVP und SPÖ ist das soziale Gefühl für die Tiroler verloren gegangen“, ist LA Dinkhauser enttäuscht.

Eigene West-Zulage für teures Leben in Tirol notwendig!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol schlägt zur wirksameren Unterstützung der in Not geratenen Menschen einen eigenen West-Zuschlag für das teurere Leben vor. Gesetzlich ist das möglich.

„Wir meinen, es braucht eine eigene West-Zulage, weil Tirol das teuerste Bundesland zum Leben ist. Wer mit rund 17 Euro pro Tag auskommen muss, dem bleibt nicht viel. Da muss sich die Tiroler Landespolitik genieren. Wir haben das mit einem Probeeinkauf verdeutlicht. Es bleibt das Nötigste zum Essen, aber andere Dinge des täglichen Bedarfs, wie Waschmittel, Hygienebedarf, Versicherungen für die Wohnung oder das eigene Leben, die Handygebühren oder die Rundfunkgebühren gehen sich da nicht aus. Von Reparatur-Aufwand für die Waschmaschine, die Heizung etc. nicht zu reden. Eine Teilnahme am Leben, wie ein Kino-Besuch, einmal Essen mit Freunden gehen etc. ist da schon überhaupt nicht mehr drinnen. Außerdem meinen wir, dass es vor der Pflicht zur Arbeit eine Pflicht zur Bildung geben muss. Erst dann macht die Pflicht zur Arbeit Sinn“, sagt LA Fritz Dinkhauser.