Jobs werden immer öfter gestrichen

Mehr statt weniger Maßnahmen im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit in Tirol!

Trotz anhaltender Rekordarbeitslosigkeit hat das AMS geplant, das Akademiker Coaching mit 1. Oktober 2014 einzustellen. Mittels Dringlichkeitsantrag im Tiroler Landtag hat die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol gestern darauf aufmerksam gemacht und den Tiroler Landtag zum Schulterschluss gegen die Einstellung dieser sinnvollen Maßnahme im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit in Tirol aufgefordert.

“Obwohl die Arbeitslosigkeit in Tirol weiter Monat für Monat ansteigt, hindert das die Mehrheitsparteien ÖVP und Grüne im Tiroler Landtag nicht, einen Dringlichkeitsantrag gegen die Einstellung des Akademiker Coachings nicht noch in dieser Landtagssitzung zu behandeln, sondern auf die lange Bank zu schieben. Das ist Blindheit oder Ignoranz, zumal die Alarmglocken am Arbeitsmarkt schrillen!”, ist Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider überzeugt.

Akademiker Coaching als sinnvolle Maßnahme für arbeitslose Akadamiker

“Zwar machen den weitaus größten Teil der Arbeitslosen Pflichtschulabgänger und Lehrlinge aus, aber gleich dahinter folgen die Akademiker und hier sind die Frauen ganz besonders betroffen. Die Akademikerquote in Tirol liegt unter dem Österreich-Durchschnitt, bei den Frauen sogar deutlich darunter. Das Akademiker Coaching ist ein individuelles Coaching und geht weit über ein normales Bewerbungstraining hinaus, so werden etwa individuelle Potentiale erarbeitet, neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt ausgemacht und Bewerbungsunterlagen an moderne Erfordernisse angepasst. Die Einstellung des Akademiker Coachings schadet vielen arbeitslosen Akademikern in Tirol und verschlechtert ihre Chancen rasch ins Berufsleben einsteigen zu können”, hält Andrea Haselwanter-Schneider fest.

Arbeitslosigkeit in Tirol nach höchster abgeschlossener Bildung (Vergleich September 2014 zu September 2013):

  • Pflichtschulabschluss     +6,5%
  • Lehrabschluss               +8,9%
  • Mittlere Ausbildung        +7,2%
  • Höhere Ausbildung        +6,7%
  • Akademiker               +13,5%

Kampf gegen Arbeitslosigkeit: ÖVP und Grüne lehnen Antrag im Landtag ab und setzen selbst keinerlei Gegenmaßnahmen!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol ist enttäuscht darüber, dass die Mehrheitsparteien ÖVP und Grüne einen FRITZ-Dringlichkeitsantrag im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit im Landtag brüsk ablehnen, selbst aber keinerlei Maßnahmen zur Unterstützung der derzeit mehr als 23.000 Tirolerinnen und Tiroler, die ohne Arbeit sind, setzen.

Statistik zur Arbeitslosigkeit von Jänner bis September 2014

“Wenn sich der Landtag angesichts von aktuell 23.000 Tirolern, die arbeitslos und in Schulungen sind, nicht für den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit ins Zeug legt, dann arbeitet er an den vordringlichen Problemen der Menschen vorbei. Für wen, wenn nicht für jene, die sich selbst nicht helfen können, will die Landespolitik da sein? Über einen derzeit rechtlich und wirtschaftlich nicht machbaren Skigebietszusammenschluss reden Landesregierung und Landtag seit Monaten intensiv, aber zu den heuer in den ersten neun Monaten durchschnittlich um 12 Prozent gestiegenen Arbeitslosenzahlen fällt ihnen kein Gegenrezept ein. Außer ´Wir sind nicht zuständig, das ist Aufgebe des Bundes, wir können nichts machen` hören die mehr als 23.000 Betroffenen und ihre Familien seit Monaten von der schwarz-grünen Landesregierung nichts: Keine Lösungsansätze und nicht einmal den Versuch, sich dieses Problems tausender Tiroler ernsthaft und engagiert anzunehmen!”, ist Andrea Haselwanter-Schneider verärgert.

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