Dienst im Krankenhaus

Massives Defizit im KH St. Johann

Das Krankenhaus St. Johann kämpft mit massiven Finanzproblemen: Nach einem Abgang von mehr als 2 Millionen € für 2012, wird für das kommende Jahr 2013 ein Defizit von 1,84 Millionen € erwartet.

„Der massive Abgang beim Krankenhaus St. Johann ist die Folge einer falschen Gesundheitspolitik des Landes. Nachdem die ÖVP-SPÖ Landesregierung das Krankenhaus Kitzbühel zugesperrt hat, musste dann im Krankenhaus St. Johann viel Geld investiert werden. Dieser Umbau und Ausbau des Krankenhauses St. Johann war schließlich eine teure Angelegenheit”, erklärt LA Fritz Dinkhauser.

Schließung KH Kitzbühel war Fehler

“Ich habe das Zusperren des Krankenhauses Kitzbühel immer kritisiert, zahlreiche Gespräche mit Entscheidungsträgern geführt und mich vehement gegen eine Schließung eingesetzt. Unser Ziel war die Losung ´Zwei Häuser unter einem Dach`. Das hätte bedeutet, die beiden Krankenhäuser Kitzbühel und St. Johann zu belassen, ihre Verwaltung zusammenzulegen und überflüssige Strukturen zu bereinigen. Klar ist, den massiven Abgang von jährlich rund 2 Millionen Euro beim Krankenhaus St. Johann zahlen die Bürger mit ihrem Steuergeld!“, hält LA Fritz Dinkhauser fest.

Verpasste Gelegenheit

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol steht fest, dass die Verantwortlichen in der Region und vor allem in der Tiroler Landesregierung mit der Schließung des Krankenhauses in Kitzbühel leichtfertig auf die Marke Kitzbühel verzichtet haben.

„Es ist augenscheinlich, dass das Krankenhaus in St. Johann neben drastischen Finanzierungsproblemen auch ein gewaltiges Imageproblem haben muss, wenn die niedergelassenen Ärzte, also die Praktiker vor Ort, ihre Patienten lieber und bevorzugt nach Kufstein oder Mittersill zuweisen. Mit der Zwei-Häuser-unter-einem-Dach-Strategie hätte man das Image der Marke Kitzbühel in der Gesundheitsversorgung der in- und ausländischen Patienten weiterhin behalten und nützen können. Diese Gelegenheit und Chance hat vor allem die zuständige Landesregierung mit ÖVP-Landesrat Tilg ausgelassen. Zum Schaden der betroffenen Patienten und zum Schaden der Tiroler Steuerzahler, die das finanzielle Minus ausgleichen werden müssen“, erklärt Fritz Dinkhauser.

Verfehlte Gesundheitspolitik

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol ist das Zusperren des Krankenhauses Kitzbühel und der folgende teure Ausbau des Krankenhauses St. Johann ein weiterer Mosaikstein für die verfehlte Gesundheitspolitik in Tirol.

„Die Gesundheitspolitik von ÖVP Landesrat Tilg und Landeshauptmann Platter hat versagt, das zeigt sich an immer mehr Beispielen. An den vielfältigen Schwierigkeiten der Universitätsklinik Innsbruck, am noch immer nicht vorliegenden Zusammenarbeitsvertrag zwischen Medizinuni und Tilak, an den noch immer nicht geregelten Privatarzthonoraren, am Dauerpatient Tiroler Rettungswesen oder eben jetzt am Abgang im Krankenhaus St. Johann. Übrig bleiben in allen Fällen die Tiroler Patienten und Bürger!“, stellt Fritz Dinkhauser fest.