Ein Haus aus Geldscheinen

Auf Vorschlag der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol wird der Tiroler Landtag in seiner November-Sitzung (7. und 8.) im Rahmen der Aktuellen Stunde das Thema „Machen wir den sozialen Wohnbau gerechter!“ diskutieren.

Günstigeres Wohnen ist machbar!

“Das soziale Wohnen in Tirol ist kaum mehr leistbar, das freie Wohnen überhaupt nicht mehr. Die Menschen brauchen einen Rechtsanspruch auf leistbares Wohnen! Ich garantiere, dass die Mieten im sozialen Wohnbau um bis zu 30 Prozent günstiger werden können. Das höchsten Wohnkosten in Tirol sind veränderbar!”, erklärt LA Fritz Dinkhauser.

Zum Nachlesen: So berichten die Medien über die FRITZ-Initiative

Sozialorientierung statt Gewinnmaximierung!

“Wir haben uns – gestützt auf die Prüfung des Bundesrechnungshofes – die Geschäftsgebarung der gemeinnützigen, sozialen Wohnbaugesellschaften, an denen das Land Tirol maßgeblich beteiligt ist, angeschaut. Wir müssen feststellen, dass von sozial wenig zu sehen ist, diese Gesellschaften wie die Neue Heimat Tirol und die TIGEWOSI kassieren von den Mietern mehr  als notwendig, sie rechnen pauschalierte Beträge für die Hausverwaltung ab, maximieren ihre Gewinne und handeln damit eigennützig statt gemeinnützig. Es geht hier viel zu sehr um Gewinnmaximierung statt um Sozialorientierung!“, stellt Fritz Dinkhauser fest.

Zur Rolle der sozialen Wohnbaugesellschaften:

  • 55.900 Wohnungen verwalten die gemeinnützigen Wohnungsgesellschaften in Tirol (Stand 2010)
  • Neue Heimat Tirol: 50% Landeseigentum, 50% Stadt Innsbruck
  • Neue Heimat Tirol: 2 Geschäftsführer (ÖVP-nahe, SPÖ-nahe) mit weit über 10.000 € brutto monatlich (plus Betriebspension, Dienstwagen etc.), 99 Mitarbeiter
  • Neue Heimat Tirol: EGT von 9 Mio. € im Jahr 2010
  • TIGEWOSI: 61,39% im Landeseigentum (7,5% Tiroler Versicherung, 7,5% Landesbank Hypo, 9,95% Beteiligungs- und Finanzierungsgesellschaft, 13,66% halten 17 Tiroler Gemeinden; TIGEWOSI steht für Tiroler gemeinnützige Wohnungsbau- und Siedlungsgesellschaft)
  • TIGEWOSI: 1 Geschäftsführer
  • TIGEWOSI: EGT von 5,4 Mio. € im Jahr 2010

Kritik des Bundesrechnungshofes:

  • Die TIGEWOSI macht zwischen 70 und 90 Cent Überschuss pro vermieteten m2 und pro Monat.
  • Das ergibt bei einer 90 m2 Sozialwohnung innerhalb eines Jahres bis zu 1.000 € Überschuss.
  • Spätestens nach 35 Jahren sind soziale Mietwohnungen abbezahlt und die Darlehen ausgelaufen. Trotzdem heben die Wohnbaugesellschaften von den Mietern weiterhin dieselben hohen Mieten ein.
  • Die Mieter bezahlen höhere Betriebskosten als für die gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften tatsächlich anfallen.
  • Die Hausverwaltungskosten werden pauschal eingehoben – die sozialen Wohnbaugesellschaften erzielen daraus Überschüsse!

FRITZ-Forderung: Soziale Wohnbaugesellschaften sollen nicht Gewinne erzielen…

“Dieses System agiert auf Kosten der Mieter. Die Aufgabe dieser sozialen Wohnbaugesellschaften ist es nicht, jährlich steigende Gewinne zu erzielen, sondern preisgünstigen und leistbaren Wohnraum für die Tirolerinnen und Tiroler bereitzustellen. Die Geschäftsgebarung der sozialen Wohnbaugesellschaften im Besitz des Landes und die Wohnbauförderung des Landes gehören dringend geändert und auf die Nöte und Bedürfnisse der Menschen angepasst”, ist Fritz Dinkhauser überzeugt.

…sondern preisgünstigen Wohnraum anbieten!

“Wenn Menschen in so genannten sozialen Mietwohnungen mehr als die Hälfte ihres Monatseinkommens fürs Wohnen ausgeben müssen und ihnen nur mehr 15 Euro am Tag zum Leben bleiben, dann stimmt das Verhältnis einfach nicht mehr. Dann muss die Landespolitik reagieren und steuernd eingreifen”, verlangt Fritz Dinkhauser.

Auf einen Blick:

Das 3-B-Konzept der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol