Lebenshilfe Zentrale in Innsbruck

Die Dunklen Ecken bei der Lebenshilfe

„Der größte Sozialskandal Tirols, die zweckentfremdete Verwendung von öffentlichen Geldern und von Spendengeldern im ‚Sozialkonzern‘ Lebenshilfe, ist nun schwarz auf weiß belegt. Sowohl im Bericht 1, der explizit die Lebenshilfe GmbH untersucht, wie auch im Bericht 2, der die Tochtergesellschaft Eule GmbH untersucht, belegt der LRH einen unerhörten Missbrauch der Gelder durch die Führungsebene. So haben die Geschäftsführer der Lebenshilfe beispielsweise bis zu 11.300 € brutto, 14 mal im Jahr verdient. Hinzu kommen Luxusdienstautos mit Privatnutzungsrecht, zusätzliche Aufwandsentschädigungen und  Spesenabrechnungen, die alles Vorstellbare bei weitem überschreiten. Noch immer säumig ist die Lebenshilfe bei der Offenlegung der Gebarung des Vereins, also jener Einrichtung, die die Spendengelder und gespendeten Sachgüter (Immobilien) verwaltet. Auch hier muss reiner Tisch gemacht werden“, fordert Klubobmann Bernhard Ernst.

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Versteckspiel beenden…

Bereits im März hat die amtierende Präsidentin der Lebenshilfe Gerhild Murauer die Prüfung des Vereins in der Sitzung des Finanzkontrollausschusses zugesagt. Im nunmehr vorliegenden zweiten Bericht zur Eule GmbH sind die Vereinsagenden des Vereines Lebenshilfe jedoch wiederum nicht offengelegt.

„Die Begründung von Lebenshilfe-Finanzchef Wolf ist unglaubwürdig. Wolf meinte, die Finanzgebarung des Vereins kann aufgrund von Datenschutz von potentiellen Erblassern bzw. Großspendern nicht veröffentlich werden. Diese Argumentation ist absurd, denn selbstverständlich ist es möglich dem Landesrechnungshof Daten zu Verfügung zu stellen, ohne die Namen von Spendern bekannt zu geben. Daher ist das Management der Lebenshilfe dringliche gefordert dem Rechnungshof bzw. gegenüber der Sozialabteilung des Landes Tirols nunmehr alle Fakten und Daten zur Verfügung zu stellen und das Versteckspiel endlich zu beenden“, appelliert LA Bernhard Ernst an den Vorstand der Lebenshilfe.

…  sauberen Neustart ermöglichen

“Sowohl die Betroffenen, Mitarbeiter und Angehörigen, als auch der größte Geldgeber, das Land Tirol, haben ein Recht zu erfahren, welche Gelder der Verein lukriert hat und wohin diese Gelder geflossen sind. Nur die Offenlegung kann auch anhaltende Gerüchte widerlegen, dass es im Verein zu einer missbräuchlichen Verwendung von Spendengeldern gekommen ist. Um dem Gesamtkonzern einen tatsächlichen Neustart zu ermöglichen, muss auch das letzte Kapitel transparent und offen abgeschlossen werden. Der Vorstand der Lebenshilfe und alle seine Organe sind gut beraten alles offenzulegen und dadurch wieder Vertrauen und nachhaltige Arbeit zu ermöglichen”,

Landesrat Reheis muss Verantwortung übernehmen

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol fordert Landesrat Reheis auf, Verantwortung für die lückenlose Aufklärung bei der Lebenshilfe zu übernehmen.

„Landesrat Reheis hat nun dank der Initiative der Opposition den Bericht der Sonderprüfung Lebenshilfe GmbH und seiner Tochter Eule am Tisch liegen. Der dritte wesentliche Teil, die Offenlegung der Vereinsgebarung fehlt. Reheis ist gefordert in Verhandlungen mit der Präsidentin der Lebenshilfe und ihrem Vorstand nun endlich Licht in Dunkel dieses traurigen Kapitels der Tiroler Sozialpolitik zu bringen. Diesen tatsächlichen Neustart haben sich alle Klientinnen und Klienten sowie deren Eltern und Angehörige, ebenso wie alle Mitarbeiter verdient. Landesrat Reheis darf nicht davor zurückschrecken den Abschluss eines neuen Partnerschaftsvertrages auch davon abhängig zu machen, ob die Führung der Lebenshilfe zu umfassender Transparenz bereit ist“, sagt LA Bernhard Ernst.

Zum Nachlesen:

Zum Nachschauen auf fritztv:

Wer wegschaut macht sich schuldig, Herr Landeshauptmann!

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Mit Lebenshilfe saniert man keine Manager!