Hubschrauber Rettung
„In der Debatte um das Tiroler Rettungswesen geht es nicht nur um Kosten, sondern um Menschen. Um Verunsicherung, Frust, Enttäuschung und Existenzangst. Es stellt sich immer deutlicher die Frage, ob Landeshauptmann Platter und ÖVP Landesrat Tilg mit diesem für Betroffene und die Bevölkerung sensiblen Thema heillos überfordert sind? Wenn ja, dann müssen sie die Konsequenzen ziehen, bevor das bestens funktionierende Rettungswesen ein für alle mal zerschlagen und zerstört ist“, verlangt LA Bernhard Ernst.

Debakel beim Rettungswesen: Viele ungeklärte Fragen!

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol geht es neben den Kosten um die Beantwortung zahlreicher Fragen. Platter und Tilg müssen endlich die Fakten auf den Tisch legen. Es ist ungeklärt,

  • was Platter und Tilg mit den rund 5.000 Freiwilligen vorhaben und wie viele von ihnen es künftig braucht.
  • welche Ortsstellen Platter und Tilg zu sperren und wie viele es künftig noch gibt. Die Ortsstellen Nauders und Grinzens sind definitiv gefährdet.
  • von welchen Ortsstellen künftig die Rettungsautos abgezogen werden.
  • welche Notarztstützpunkte Platter und Tilg schließen. Muss der Notarztstützpunkt Schönberg definitiv zu sperren?
  • wie Platter und Tilg mit dem Notarztwesen weiter verfahren. Derzeit steht es auf drei Säulen – luftgebunden, bodengebunden und niedergelassene Ärzte. Die Idee des Trägervereins ist nebulös, Platter und Tilg sollen sagen, welche Säule sie stürzen wollen.
  • welche Hubschrauber-Stützpunkte Platter und Tilg abschaffen. Seit einem dreiviertel Jahr versucht die Führung der Christophorus-Flotte einen Gesprächstermin bei LH Platter zu bekommen – vergeblich! Sie werden mit ausreden vertröstet.
  • wie künftig Großschadensereignisse abgewickelt werden können, wenn die Freiwilligen nicht mehr zur Verfügung stehen. Das betrifft etwa Großunfälle auf der Autobahn, Lawinenkatastrophen, Überschwemmungen, Großbrände etc.
  • wie viele hunderttausende Euro an Steuergeldern diese Ausschreibungen und Angebote schon gekostet haben. Wir wissen von mehr als 600.000 € an Beraterkosten, von mehr als 600.000 € für das Erstangebot der Tiroler Bietergemeinschaft. Wir reden in allen Fällen vom Steuergeld der Tiroler!

Unmenschlicher Umgang mit 500 Mitarbeitern des Unternehmens Rotes Kreuz!

„Das Rote Kreuz ist ein Unternehmen mit 500 hauptberuflichen Mitarbeitern. Sie haben ein Recht darauf, zu erfahren, ob sie künftig ihren Job verlieren. Platter und Tilg müssen endlich einen Zeitplan vorlegen. Die Menschen im Rettungswesen wissen nicht, wie lange es sie noch gibt, welche Aus- und Weiterbildungen sie noch machen sollen. Platter und Tilg betreiben ihr politisches Spiel auf dem Rücken von Menschen, die täglich unter Stress und Anspannung stehen. Das ist unmenschlich. Platter und Tilg riskieren den offenen Widerstand der Betroffenen. Wenn sie ihre Arbeit niederlegen, wäre das ein gewaltiger Schaden für die Bevölkerung und das Tourismusland Tirol“, so LA Ernst.