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Wasser predigen, Wein trinken!

„Landeshauptmann Platter wettert gegen den Bund und rühmt sich als fürsorglicher Familienpolitiker im Land. Dabei waren es seine Parteifreunde, die den Familien ein Sparpaket beschert haben. Wo war der Widerstand der Tiroler Nationalräte von ÖVP und SPÖ gegen die Streichungen von Familienleistungen? Alle haben im Nationalrat brav mit der Parteilinie gestimmt. Platters ÖVP verkauft die Leute für dumm, im Land Wasser predigen, in Wien Wein trinken“, kritisiert Sozialsprecherin LA Dr. Andrea Haselwanter-Schneider.

Beispiel 1: Kürzung der Schulstarthilfe und des Kindergeldes plus

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol zeigt die familienpolitische Scheinheiligkeit anhand zweier Beispiele auf.

„Beispiel Nummer 1: Kürzung der Schulstarthilfe und des Kindergeldes plus. Im Landesbudget 2011 haben ÖVP und SPÖ diese sozialpolitischen Maßnahme radikal zusammengestrichen, die Schulstarthilfe um satte 1,1 Million Euro im Vergleich zum letzten Jahr. Das Kindergeld plus um 3,3 Millionen Euro im Vergleich zum Rechnungsabschluss 2009. Sich dann hinzustellen und vom familienfreundlichsten Land zu fabulieren, ist unverschämt“, sagt LA Haselwanter-Schneider.

Beispiel 2: Ausbau der Kinderbetreuung

Auch den gerühmten Ausbau der Kinderbetreuung rückt LA Haselwanter-Schneider ins richtige Licht:

„Beispiel 2: Der Ausbau der Kinderbetreuung mit 30 Millionen Euro. Tirol hatte großen Nachholbedarf, weil es in allen Bereichen Schlusslicht bei der Kinderbetreuung in Österreich gewesen ist. Daher ist mehr Geld für die Tiroler Kinder und Familien nur eine absolute Notwendigkeit und kein familienpolitischer Meilenstein. Selbst die Regierung Platter müsste wissen, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie schon deshalb unbedingt notwendig ist, weil in vielen Familien beide Elternteile arbeiten gehen müssen, um sich das teure Leben und Wohnen in Tirol überhaupt leisten zu können. Alleinerziehende haben ohnehin keine Wahl“, erklärt LA Haselwanter-Schneider.

Familienfreundlichstes Land? – Tirol ist weit entfernt!

„Wenn Platter sagt, er wisse, was Familien in Tirol brauchen, dann sage ich, er weiß es nicht. Denn die Regierung Platter kürzt und streicht bei den Familien: Aktivitäten für Familien – gekürzt, Zuwendungen Maßnahmen für eine familienfreundliche Arbeitswelt – gekürzt, Zuwendung Ferienaktion – gekürzt, Zuwendungen für bedürftige Familien – gekürzt, Zuwendungen Aktivitäten für Jugendliche – gekürzt, Zuwendung für die Familienhilfe – gestrichen, Ferienaktion für behinderte Kinder – gestrichen. Zudem ignorieren die Regierung Platter und allen voran ÖVP Familienlandesrätin Zoller-Frischauf beharrlich das Problem der Kinderarmut in Tirol, obwohl nachweislich rund 20.000 Kinder davon betroffen sind. Das alles, Herr Platter, spricht klar gegen ein familienfreundliches Tirol!“, stellt LA Haselwanter-Schneider klar.

Bild: S. Hainz/pixelio.de