Rollstuhl

“Die seit Wochen diskutierten Vorkommnisse innerhalb der Lebenshilfe sorgen für Unruhe. Gier und Maßlosigkeit bringen die Lebenshilfe und ihre großartige Idee in Misskredit”, erklären Klubobmann LA Bernhard Ernst und LA Fritz Dinkhauser.

Gier und Maßlosigkeit im Management!

“Wir verlangen aus Sorge um die 1.600 betreuten Menschen mit Behinderung, aus Sorge um ihre Familien, aus Sorge um die rund 760 Vollzeit-Mitarbeiter und die vielen ehrenamtlich Engagierten sowie aus Sorge um die Reputation der Lebenshilfe und der vielen anderen Sozialeinrichtungen volle Aufklärung. Sozial-Sumpf-Seilschaften dürfen keine Narrenfreiheit haben. Die Bevölkerung darf nicht weiter den Eindruck gewinnen, dass man in diesem Land niemandem mehr trauen kann. Die Landespolitik und im speziellen die ÖVP-SPÖ Landesregierung haben das Recht und vor allem die Pflicht zur umfassenden Kontrolle“, stellt LA Fritz Dinkhauser klar.

Maßnahmenplan zur Aufklärung – 3 Vorschläge der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol:

  1. Land Tirol muss die weitere Gewährung der öffentlichen Gelder daran knüpfen, dass die Organe der Lebenshilfe Tirol vorübergehend einen Amtsverwalter einsetzen lassen.
  2. Der Landtag muss die Prüfung der Lebenshilfe Tirol durch den Landesrechnungshof beschließen (min. 12 Abgeordnete) → notfalls Sonderprüfung (9 Abgeordnete)
  3. Die Organe der Lebenshilfe müssen ein neues Gehaltsschema für ihre Führungspositionen beschließen, das an das Gehaltsschema des Landes Tirol oder an andere Sozialeinrichtungen angepasst gehört

Gehälter der Führungsriege maßlos!

„Wir haben gehofft und erwartet, dass die Lebenshilfe Tirol ihre Probleme selbst rasch löst. Die Lebenshilfe soll schließlich Hilfe zum Leben, nicht Hilfe zum Abcashen bieten. Maßlose Gehälter, die allein für vier Mitglieder der Führungsebene kolportierte und nicht dementierte 516.000 Euro pro Jahr ausmachen, sind nicht hinzunehmen. Dazu kommen nicht tragbare Privilegien, von denen die Leute im Vorstand wissen mussten”, stellt LA Ernst fest.

Tiroler verdienen Aufklärung und Offenlegung!

“Eine umfassende Aufklärung und Offenlegung haben sich die Menschen mit Behinderung, ihre Familien, die Mitarbeiter und Ehrenamtlichen sowie die vielen Tiroler Spenderinnen und Spender verdient“, meint Klubobmann LA Bernhard Ernst.

Das Land Tirol hat für den Bereich Behindertenhilfe im Jahr 2009 rund 106 Millionen € ausgegeben, 43 Millionen € davon hat die Lebenshilfe Tirol für ihre Leistungen aufgrund eines Sondervertrages mit dem Land Tirol bekommen. Das unterstreicht die herausragende Bedeutung der Lebenshilfe.

Zum Nachlesen:

Weitere Fakten und Zitate aus dem Bericht des LRH (Nov. 2010) finden sie hier.

Zum Nachhören:

LA Fritz Dinkhauser und LA Bernhard Ernst im Originalton.

Zum Nachschauen:

“Mit Lebenshilfe saniert man keine Manager”

Bild: Albrecht E. Arnold/pixelio.de