Fritz-Stammtisch in Innsbruck

Noch immer heiß diskutiert ist beim fritzstammtisch das Thema Lebenshilfe. Mittlerweile sind die Lebenshilfe Tirol GmbH und die Tochtergesellschaft EULE GmbH vom Landesrechnungshof geprüft. Von einem Gagenparadies und Selbstbedienungsladen ist die Rede, von Bezügen der Geschäftsführer von bis zu 11.300 €, 14 mal im Jahr, von Luxusautos mit Privatnutzungsrecht, zusätzlichen Aufwandsentschädigungen und überschweifenden Spesenabrechnungen. „Was immer noch fehlt ist Prüfung des Lebenshilfe-Vereins“, macht eine Stammtischbesucherin aufmerksam. Sie möchte wissen, was mit den Geldspenden und gespendeten Sachgütern, wie etwa Immobilien, passiert ist. „Schließlich wurden diese Beträge zum Wohle der behinderten Menschen gespendet“. Ob sie da auch angekommen sind, soll die von Bernhard Ernst schon seit langem geforderte Überprüfung des Vereins klären.

Fritz-Stammtisch in InnsbruckFür die gerechte Verteilung der Privatarzt-Millionen hat sich Fritz Dinkhauser im letzten Landtag stark gemacht.  Immerhin geht es hier um rund 24 Millionen Euro, die von den privaten Zusatzversicherungsanstalten an die Primarii gezahlt werden. Diese wären für eine gerechte Verteilung zwischen ihnen selbst, Klinik und nachgeordneten Ärzten zuständig. Zwar gibt es auch einen gesetzliche geregelten Verteilungsschlüssel, der wird aber bei weitem nicht von allen angewandt. „Die medizinische Versorgung ist Teamarbeit, vom Portier bis zum Primar, von der Pflegerin bis zur Putzfrau ist jeder wichtig und für das Gelingen mitverantwortlich. Es ist daher nicht auszuhalten und hinzunehmen, dass es 10% Kassierer und 90% Verlierer gibt“, zieht Fritz Dinkhauser beim Stammtisch Stellung. Gemeinsam mit den Grünen und der FPÖ hat er den Landesrechnungshof beauftragt die Verteilung der Privatarzthonorare genauer unter die Lupe zu nehmen.

Die “Familienhilfe wieder leistbar machen” liegt LA Andrea Haselwanter-Schneider ganz besonders am Herzen. Familienhelferinnen bieten Überbrückungshilfe für Familien in schwierigen Lebenssituationen sowie in akuten Not- und Krisensituationen an. Solche Not- und Krisensituationen sind zum Beispiel der Tod der Mutter einer Familie, die Überlastung pflegender Angehöriger oder ein stationärer Aufenthalt. Dieses Erfolgsmodell ist den Sparstift der ÖVP-SPÖ-Regierung zum Opfer gefallen. Seit dem Wegfall der finanziellen Unterstützung durch das Land ist die Familienhilfe für die meisten in Not geratenen Familien nicht mehr finanzierbar. Einen entsprechenden Antrag im Landtag (“Antrag: Familienhilfe wieder leistbar machen“) haben ÖVP und SPÖ abgelehnt. „Das ist ein erneutes Zeichen der sozialen Kälte dieser Landesregierung. Wenn ich gleichzeitig an die Abermillionen € für Bauwerke wie den Landeshausplatz und das Bergiselmuseum denke, kann ich nicht glauben, dass die benötigten 100.000 € für die in wirkliche Not geratenen Familien nicht aufzutreiben sind“, ist LA Andrea Haselwanter-Schneider noch immer erschüttert.

Ebenfalls Thema beim fritzstammtisch die ungeklärten Fragen bei der Flugrettung, die neuesten Fakten rund um die Abschreibungen der Landesbank Hypo Tirol und der Schmäh mit der Photovoltaik-Förderung.