Lebenshilfe Tirol

Die von der Lebenshilfe Tirol ins Leben gerufene Expertenkommission hat jetzt ihren Zwischenbericht vorgelegt.

Lebenshilfe steht in der Pflicht: Unabhängige Überprüfung zulassen!

 „Wir nehmen diese Ergebnisse zur Kenntnis, aber es gehören alle Karten auf den Tisch. Dieser Bericht ist ein Mosaiksteinchen rund um die Vorgänge bei der Lebenshilfe. Ein echter Neustart braucht völlige Aufklärung und totale Transparenz“, stellt Klubobmann LA Bernhard Ernst klar.

Landesrechnungshof-Prüfung als Hilfe zum Neustart!

“Wir als Opposition haben diesen Neustart für die Lebenshilfe durch eine vorhergehende, umfassende Prüfung durch den Landesrechnungshof möglich machen wollen. Bis heute haben die neue Präsidentin und die neu bestellten Gremien dem Landesrechnungshof aber noch kein grünes Licht gegeben, dass die Landesprüfer sowohl den Verein als auch die Gesellschaft untersuchen können. In dieser wichtigen Frage hat die Lebenshilfe Tirol eine eindeutige Bringschuld, es geht um nichts weniger als die Frage, wie ehrlich die Verantwortlichen der Lebenshilfe diesen Neustart wollen”, meint LA Bernhard Ernst.

Expertenbericht öffentlich machen!

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol ist es selbstverständlich, dass der Bericht der Expertenkommission auf der Internet-Seite der Lebenshilfe öffentlich zugänglich gemacht wird. Dies wäre ein klares Signal, um neues Vertrauen zu schaffen, und ein Beweis für einen neuen Führungsstil. Generell sehen wir die neu bestellten Gremien massiv in der Verantwortung.

Personeller Neustart noch nicht gelungen!

„Derzeit passiert bei der Lebenshilfe noch kaum etwas, was einen radikalen Neubeginn signalisiert. Es werken immer noch Menschen herum, die schon bisher eingebunden waren, heute aber nichts mehr davon wissen wollen”, sagt LA Ernst.

Lebenshilfe: Betroffene, Eltern und Mitarbeiter einbinden!

“Das wichtigste sind die Betroffenen, ihre Eltern und die Mitarbeiter der Lebenshilfe. Sie gehören in den Prozess der Neuausrichtung aktiv eingebunden und ihre Kompetenzen, Ideen sowie ihr Engagement gehört genutzt. Das war schließlich die Grundidee der Lebenshilfe. Nicht zu vergessen ist, dass sich die Lebenshilfe Tirol zum überwiegenden Teil – rund 44 Millionen Euro pro Jahr – vom Land Tirol, also mit öffentlichen Steuergeldern, finanziert. Klar ist, dass es sich bei vielen dieser Gelder um Leistungsabgeltungen handelt“, erklärt Klubobmann LA Ernst.