Ein Landtag für die Arbeitslosen in Tirol

28.000 Tiroler ohne Arbeit: Ganz Kufstein und Imst arbeitslos!

“Mit Ende Mai waren 28.000 Tiroler ohne Arbeit und in Schulungen. Das sind genauso viele wie die Städte Kufstein und Imst Einwohner haben. Es geht uns aber nicht um statistische Zahlen, die Dunkelziffer an Arbeitslosen ist ohnehin viel höher, sondern es geht uns um das Schicksal, das hinter jedem dieser arbeitslosen Tiroler steckt. Jeder Arbeitslose ist einer zu viel!”, stellen Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider und Landtagsabgeordneter Andreas Brugger fest.

Arbeitslosigkeit: Finanzielles, soziales und gesundheitliches Problem für Betroffene

“Ich bin jetzt seit fast drei Jahren arbeitslos und das Schlimmste ist, das Gefühl nichts wert zu sein und nicht gebraucht zu werden. Obwohl ich eine HTL-Ausbildung habe, viele Jahre in der IT-Branche war und als selbständiger Vermögensberater gearbeitet habe, ist meine Erfahrung anscheinend nicht gefragt. Ich will arbeiten und habe schon mehr als 100 qualifizierte Bewerbungen verschickt. Es tut weh, wenn ich dann höre, dass jeder, der arbeiten will auch eine Arbeit findet. Für mich als vierfacher Familienvater ist besonders die Ungewissheit belastend, nicht zu wissen wie es weiter geht, wie lange ich noch ohne Arbeit bin. Meine Frau und meine Kinder müssen auf einiges verzichten, ein Auto oder ein gemeinsamer Familienurlaub sind nicht drin. Ich wünsche mir, dass die Politik das Problem Arbeitslosigkeit nicht schönredet und wegdiskutiert”, schildert Ing. Georg Sparber seine Situation.

Statistik über die Arbeitslosigkeit in Tirol von 2011 bis 2014Problem aufgreifen statt schönreden: “Landtag für die Arbeitslosen in Tirol”!

“Wir machen den Juli-Landtag zum ´Landtag für die Arbeitslosen in Tirol`, um einerseits in der Aktuellen Stunde die dramatische Lage am Tiroler Arbeitsmarkt mit allen Landtagsparteien sachlich zu debattieren und andererseits um drei konkrete Vorschläge im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit in den Landtag einzubringen. Das Land Tirol kann in seinem Wirkungsbereich nämlich einiges tun, um den Menschen ohne Arbeit in Tirol zu helfen”, erläutern Andrea Haselwanter-Schneider und Andreas Brugger.

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol schlägt als Thema der Aktuellen Stunde „Arbeitslosigkeit bekämpfen: Denen helfen, die es brauchen!“ vor und bringt 3 Dringlichkeitsanträge mit konkreten Vorschlägen im Juli-Landtag ein:

  1. Dringlichkeitsantrag „Arbeitslosigkeit bekämpfen: Denen helfen, die es brauchen! Maßnahmenpaket Bildung“
  2. Dringlichkeitsantrag „Arbeitslosigkeit bekämpfen: Denen helfen, die es brauchen! Mehr Landesgeld für mehr Plätze in den sozialökonomischen Betrieben und im gemeindenahen Beschäftigungsprogramm“
  3. Dringlichkeitsantrag „Arbeitslosigkeit bekämpfen: Denen helfen, die es brauchen! Sozialtarif für Strom und Gas für Menschen mit geringen finanziellen Möglichkeiten“

Suche nach einem JobListe FRITZ mit konkreten Maßnahmen im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit

“Unser Ziel ist es erstens, mittel- und langfristig die Aus- und Weiterbildung der Tiroler zu verbessern. Kein Tiroler darf künftig ohne Schul- und Berufsabschluss bleiben! Zweitens wollen wir prüfen lassen, wie viel mehr Plätze mit wie viel mehr Landesgeld in jenen Sozialvereinen und Hilfseinrichtungen geschaffen werden können, die speziell Langzeitarbeitslose auf den Wiedereinstieg ins Berufsleben vorbereiten. Drittens sollen über die im öffentlichen Eigentum stehenden Gesellschaften TIWAG und TIGAS arbeitslose Menschen, Wenigverdiener, Mindestrentner, kinderreiche Familien und Alleinerziehende denselben um bis zu 20 Prozent günstigeren Strom- und Gastarif bekommen, wie ihn Großkunden aus Industrie und Wirtschaft erhalten”, erklären Andrea Haselwanter-Schneider und Andreas Brugger.

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