Eine Schultafel mit Aufschrift

In welche Richtung geht ÖVP-Schulpolitik?

Der Präsident des Landesschulrates, Hans Lintner von der ÖVP, bezeichnet die Gesamtschule als wörtlich ´marxistisch` und kanzelt die Lehre mit Matura als ´etwas für Unternehmersöhne` ab. Landeshauptmann Günther Platter von der ÖVP tritt dagegen regelmäßig für Gesamtschule und Lehre mit Matura ein. Der ÖVP-Landeschulratspräsident befindet sich mit seiner Tirade auf die Gesamtschule ganz auf Linie der ÖVP-Bundespartei, womit in Tirol wohl mehr Spindelegger drin steckt als Platter drauf steht. Die Tiroler Bürger bleiben ob dieser Hü-hott-Politik der ÖVP in Sachen Schule und Bildung verwirrt zurück und fragen sich, wie glaubwürdig die ÖVP-Schulpolitik eigentlich ist”, erklärt Klubobfrau LA Andrea Haselwanter-Schneider.

Zum Nachlesen:

Liste Fritz: Dringender Handlungsbedarf bei Schul- und Bildungspolitik!

“Abseits des ideologisch motivierten Hick-hacks zwischen SPÖ und ÖVP auf Bundesebene und der wiederkehrenden innerparteilichen Querelen in der ÖVP Tirol in Bildungsfragen, spüren die Menschen im Land, dass es in der Schulpolitik gar nicht rund läuft. Während die Ergebnisse der Tiroler Schüler beim Pisa-Test schwach sind, sind jene der Südtiroler Schüler weit besser”, so Haselwanter-Schneider.

Zum Nachlesen – die breite Kritik an den Aussagen von ÖVP-Politiker Lintner:

Andrea Haselwanter-Schneider von der Liste FritzJährlich 1.000 Tiroler ohne Schul- und Berufsabschluss

“Jedes Jahr bleiben in Tirol 1.000 junge Menschen ohne Schul- und Berufsabschluss, was für sie eine Karriere als Hilfsarbeiter vorzeichnet. Jedes Jahr bietet Tirol für rund 300 Hauptschüler – trotz guter Zeugnisse – keinen wohnortnahen Platz in einer weiterführenden Schule, womit viele Bildungskarrieren vorzeitig enden. Die Lehre mit Matura ist ein Versuch die Lehre attraktiver zu machen, wir sind nach wie vor überzeugt, dass es weitere Initiativen braucht, etwa den Meister-Abschluss einem Matura-Abschluss gleichzusetzen”, erläutert Klubobfrau LA Andrea Haselwanter-Schneider.

Rasche Reform des Amtes des Landesschulratspräsidenten notwendig!

“Generell ist das Amt des Landesschulrats-Präsidenten verzichtbar, das derzeit dafür ausgegebene Steuergeld ist direkt im Schulbereich sinnvoller eingesetzt. Wenn Präsident Hans Lintner das Amt als Halbtages-Beschäftigung neben dem Bürgermeisteramt ausübt, dann ist es besser, das Amt des Landesschulrats-Präsidenten abzuschaffen bzw. seine Aufgaben der zuständigen Bildungslandesrätin zu übertragen. Zur Erinnerung, auch die ÖVP-Bildungslandesräte Sebastian Mitterer und Erwin Koler haben Landesschulrats-Präsident und Bildungslandesrat in Personalunion geschafft. Einen Dienstwagen samt Fahrer würde diese Reform auch noch einsparen”, stellt Andrea Haselwanter-Schneider fest.