Das Amt des Landesschulrats-Präsidenten wird künftig wieder von der Bildungslandesrätin in Personalunion ausgeübt. Was ÖVP-Bildungslandesräte von Fritz Astl über Sebastian Mitterer bis Erwin Koler vorgelebt haben, wird jetzt wieder gut geübte Praxis.

Notmaßnahme, die ÖVP-Landeshauptmann Platter als Reform verkaufen will!

“Seit fünf Jahren weigert sich die Regierung von Landeshauptmann Platter beharrlich, diesen längst überfälligen Reformschritt umzusetzen, jetzt will Platter seine Notmaßnahme als Erfolg umdeuten. Seit fünf Jahren war Platter offenbar ein mit einem ÖVP-Mitglied besetzter Posten wichtiger als ein Reformschritt im Bildungswesen. Nach den verbalen Entgleisungen – Stichwort ´marxistische` Gesamtschule – ist der Druck auf Landeshauptmann Platter – auch aus den eigenen Reihen – zu groß geworden und er muss jetzt die Notbremse ziehen”, tritt Klubobfrau LA Andrea Haselwanter-Schneider den Platterschen Umdeutungsversuchen entschieden entgegen.

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Geld für die Schulen statt für überbordende Schulverwaltung

“Landesschulrats-Präsident und Bildungslandesrat in einer Person – eine langjährige Forderung der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol ist damit umgesetzt, zum Nutzen der Kinder, Eltern und Lehrer. Denn, wenn der jeweilige Bildungslandesrat den Posten des Landesschulrats-Präsidenten in Personalunion miterledigt, dann spart das viel Geld in der Bildungsverwaltung, das wiederum direkt in die Schulen fließen kann. Wir haben es ÖVP-Bildungslandesrätin Beate Palfrader schon seit fünf Jahren zugetraut, dass sie diesen Job zusätzlich und ordentlich erledigen wird, Platter offensichtlich erst jetzt!”, erklärt Andrea Haselwanter-Schneider.

Andreas Brugger und Andrea Haselwanter-Schneider von der Liste FritzBildungsbereich braucht mehr Reformeifer!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol hat in der Sitzung des Okotber-Landtages weitere Reformen im Bildungsbereich eingefordert und einen groß angelegten Schulversuch für eine gemeinsame Schule der 6 bis 14 jährigen Kinder angeregt.

“In fast jedem Tiroler Dorf gibt es heute schon eine gemeinsame Schule für die 6 bis 10 Jährigen, sie heißt Volksschule. Dieses Erfolgsmodell der gemeinsamen Schule steht außerhalb jeder ideologisch verbrämten Debatte zwischen ÖVP und SPÖ. Daher schlagen wir vor, dieses Erfolgsmodell sukzessive zu einer echten, gemeinsamen Schule für die 6 bis 14 jährigen auszubauen. Das nimmt den Druck und Stress einer Lebensentscheidung schon mit 10 Jahren“, drückt Haselwanter-Schneider aufs Tempo.

Platter redet gern von Bildungsreform, aber setzt sie nicht um!

“Die ideologischen Grabenkämpfe in der schwarz-roten und rot-schwarzen Bildungspolitik bringen Kindern, Eltern und Lehrern gar nichts. Genauso wenig wie großspurige verbale Reformankündigungen, die real wenig ändern. Der Modellversuch einer gemeinsamen Schule im Zillertal entpuppt sich etwa immer mehr als gymnasialer Zweig fürs Zillertal. Bildungsreformen schauen anders aus!”, stellt Andrea Haselwanter-Schneider fest.

Foto: Dieter Schütz, pixelio.de