Verschiedene Spritzen

Versagen der Landesregierung geht zu Lasten der pflegenden Angehörigen!

“Klar ist, was die Landesregierung im Bereich Pflege und Betreuung nicht auf die Reihe bekommt, geht voll zu Lasten und auf Kosten der Bürger, besonders trifft es die pflegenden Angehörigen, zumeist Frauen. Die vom Land vorgeschriebenen Tarife und die Deckelung der monatlichen Betreuungsstunden führen dazu, dass sich viele Tiroler die wertvolle Arbeit der Sozialsprengel nicht oder nicht mehr leisten. Den Ausbau der mobilen Dienste, der Tagesbetreuung, der Kurzzeitpflege sowie des betreuten Wohnens in einem Strukturplan festzuschreiben ist richtig, aber allein zu wenig. Die Landesregierung steht in der Pflicht, die notwendigen Gelder für die Sozial- und Gesundheitssprengel, für die Gemeinden und die pflegenden Angehörigen sicherzustellen”, erklärt Landtagsabgeordnete und Sozialexpertin Andrea Haselwanter-Schneider. 

Aufschrei der Sozial- und Gesundheitssprengel!

Andrea Haselwanter-Schneider von der Liste FritzWenn tatsächlich die Hälfte der 62 Sozial- und Gesundheitssprengel in Tirol mit finanziellen Problemen zu kämpfen hat, dann ist das ein dramatischer Befund und ein drastischer Beweis für das Versagen der Landesregierung. ÖVP Landesrat Tilg muss den Aufschrei und Hilferuf der im Pflege- und Betreuungsbereich engagierten Menschen ernst nehmen!

Pflegende Angehörige nicht nur auf dem Papier entlasten…

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol macht sich seit Jahren für eine echte Entlastung der pflegenden Angehörigen über den Ausbau der mobilen Dienste, der Tagesbetreuung, der Kurzzeitpflege sowie des betreuten Wohnens stark. Zudem braucht es eine eigene Landesförderung gekoppelt an Mindest-Qualitätskriterien für die 24-Stunden-Betreuung. Die FRITZ-Landtags-Initiativen dazu haben die jeweiligen Regierungsparteien aber nicht umgesetzt.

…mehr Geld in mobile Pflege umschichten!

Liste Fritz Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider

“Der Großteil der Tiroler will daheim und nicht im Heim alt werden. Altersheime sind notwendig, aber die teuerste Pflege ist die Pflege im Heim. Der Bau eines Altersheimplatzes kostet zwischen 150.000 und 200.000 Euro, ohne Einrichtung, Personal- und Betriebskosten. 1.000 Pflegeplätze kosten so zwischen 150 und 200 Millionen! Diese Millionen an Steuergeldern stehen in keinem Verhältnis zu den Kosten, die für die Pflege daheim anfallen. Die schwarz-grüne Landesregierung muss daher mehr Geld in den Ausbau der mobilen Pflege umschichten”, fordert Andrea Haselwanter-Schneider.

Pflegepersonal findet sich nicht über Imagekampagnen des Landes!

“Mehr Pflegepersonal findet sich nicht über Imagekampagnen des Landes, sondern über attraktive Arbeitsbedingungen, angemessene Bezahlung und ausreichend Mittel für den Pflegebereich. Ein einheitliches EDV-System für alle Sozial- und Gesundheitssprengel muss für eine professionelle Pflege Mindeststandard sein. Die effizientere Personaleinteilung, die Vereinfachung bei Sprengelwechseln oder die Vernetzung zwischen Krankenhaus, Altersheim, Tagesbetreuung etc. bringen mehr als sie kosten. Haben Tilg und Co. für diese notwendige Modernisierung kein Geld, werden es sich finanziell besser gestellte Sprengel leisten können – Osttirol geht schon voran – und andere nicht. Die Draufzahler dieser politischen Entscheidung sind dann wieder die engagierten Pflegepersonen”, ärgert sich LA Andrea Haselwanter-Schneider.