Achtung Schild

Mit ihren 12 Unterschriften setzen die Abgeordneten der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol, der Grünen und der FPÖ jetzt eine Landesrechnungshof-Sonderprüfung der Privatarzthonorare an allen TILAK-Spitälern durch.

Im Wortlaut:

Der Prüfauftrag der Opposition zur gerechten Verteilung der Privatarzthonorare, 11. Mai 2012

Jährlich 24 Mio. € sind gerecht zu verteilen!

„Weil es ausgezeichnete und bemühte Primarärzte gibt und wir nicht alle in einen Topf werfen wollen, haben wir den Landesrechnungshof mit einer Sonderprüfung beauftragt. Es geht pro Jahr um rund 24 Millionen Euro an Privatgeldern, es geht um öffentlich Bedienstete und es geht um die Frage der gerechten Verteilung”, stellt LA Fritz Dinkhauser klar.

10% Kassierer – 90% Verlierer!

“Es ist ungeheuerlich, dass es – trotz einer gesetzlichen Regelung – einige Oberverdiener, einige Wenigverdiener und ganz viele Nichtsverdiener gibt. Die medizinische Versorgung ist Teamarbeit, vom Portier bis zum Primar, von der Pflegerin bis zur Putzfrau ist jeder wichtig und für das Gelingen mitverantwortlich. Es ist daher nicht auszuhalten und hinzunehmen, dass es 10% Kassierer und 90% Verlierer gibt! Wie bei den Politikern braucht es auch bei den Primarii Transparenz“, erklärt Fritz Dinkhauser der Grund für die Landesrechnungshof-Sonderprüfung.

Geldverteilung ändern: Alle nichts, jeder etwas oder alles an die Klinik!

„Es ist einfach unfair und ungerecht, wenn etwa Fachärzte und Assistenten an der Psychiatrischen Abteilung im Landeskrankenhaus Hall rund 40 Euro brutto monatlich aus dem Pooltopf bekommen und andere Fachärzte bis zu 6.000 Euro brutto monatlich bekommen. Da stimmt das Maß nicht, diese Zwei-Klassen-Gesellschaft wollen wir nicht! Wir warten die Ergebnisse der Rechnungshof-Sonderprüfung ab, aber ich bin überzeugt, dass das Landesgesetz zu ändern ist. Entweder bekommen alle nichts oder jeder etwas oder aber alles geht an die Klinik und die Medizinuni“, skizziert Fritz Dinkhauser eine mögliche Lösung.

Zum Nachlesen: Dringlichkeitsantrag LA Fritz Dinkhauser „MedUni und TILAK – Strukturprobleme klären: Zusammenarbeits- und Betriebsführungsvertrag & Vereinbarung zur Regelung der Privatarzthonorare”

Patient Klinik kann Privatarzt-Millionen gut brauchen!

„Meinen Dringlichkeitsantrag im Landtag haben ÖVP und SPÖ auf die lange Bank geschoben. Dabei tickt die Uhr, denn die Klinik geht finanziell am Stock. Da ist es unhaltbar, dass einige Primarii finanzielle Geschenke in Millionenhöhe bekommen. Pro Jahr geht es bei den Privatarztgeldern um 24 Millionen Euro. Das Personal gehört ordentlich und ausreichend bezahlt, die schwarzen Schafe herausgefiltert und die bemühten Primarii geschützt. Das Land Tirol muss hier endlich Ordnung machen“, verlangt Fritz Dinkhauser ein gerechtes System.