Hypo Tirol Logo verzerrt

„Aus dem 10-seitigen Schreiben der ehemaligen Vorstände geht klar hervor, dass man die Tiroler Bürger und den Tiroler Landtag als Eigentümer der Landesbank Hypo Tirol dumm sterben lassen hat. Ebenso zeichnet sich ein Bild, wonach Platter, Stauder und Co. ein fortgesetztes Lügenspiel auf dem Rücken der Bürger und des Landtages betreiben!“, stellen LA Fritz Dinkhauser und Klubobmann LA Bernhard Ernst klar.

Ehemalige Hypo-Vorstände halten Platter & Stauder Unwahrheiten vor!

Laut dem von den ehemaligen Vorständen, Hannes Gruber, Werner Pfeifer und Günter Unterleitner, unterzeichneten Schreiben, sind viele der medial und im Landtag getätigten Behauptungen von Landeshauptmann Platter und AR-Vorsitzenden sowie ÖVP-Landtagsabgeordneten Stauder unrichtig:

  • Der Wertberichtigungsbedarf in Italien von 120 Mio. € ist laut ehemaligen Vorständen „nicht erklärbar“!
  • Hypo interne worst-case Szenarien und Überprüfungen, etwa im Jahr 2009, haben weit weniger Wertberichtigungsbedarf ergeben
  • Die Organe der italienischen Tochterbank sind noch Ende November 2011 von 15-25 Mio. € Wertberichtigungsbedarf ausgegangen!
  • Der Hypo-Aufsichtsrat und der Hypo-Kreditausschuss sind vor der medialen Bekanntgabe durch AR-Vorsitzenden Stauder nicht über die 120 Mio. € Abschreibung unterrichtet worden
  • Vorstand und Aufsichtsrat der Hypo Italien-Tochter sind bei der Hypo-internen Kreditaufarbeitung nicht eingebunden gewesen
  • Die Kernkapitalquote muss erst ab 2019 bei 7% liegen – eine derart schneller Kapitalzuschuss von 230 Mio. € war daher nicht notwendig
  • Von Platter und Stauder immer wieder behauptete Anzeigen bei der FMA und der Staatsanwaltschaft liegen bis dato keine vor!

Zum Nachlesen im Wortlaut: Das 10-seitige Schreiben der ehemaligen Hypo Tirol Bank-Vorstände, 09.01.12

230 Mio. € Kapitalspritze blauäugig beschlossen!

„Landeshauptmann Platter und AR-Vorsitzender sowie ÖVP-Landtagsabgeordneter Stauder haben jetzt hohen Aufklärungsbedarf. Sie tragen die Verantwortung und müssen zu den wesentlichen Vorhaltungen der ehemaligen Hypo-Vorstände Stellung nehmen. Klar ist auch, dass ÖVP, SPÖ, Grüne und FPÖ im Tiroler Landtag einem 230 Millionen Euro schweren Kapitalzuschuss zugestimmt haben ohne tiefergehende Informationen über deren Notwendigkeit zu besitzen”, erklärt Klubobmann LA Bernhard Ernst.

Tiefgreifende Überprüfung durch externe Experten notwendig!

“Unsere Position war daher immer klar: Ohne eine tiefgreifende Überprüfung durch externe Experten – eine Due-Diligence Prüfung – gibt es unsererseits keine Zustimmung für den 230 Millionen Euro Kapitalzuschuss. Immer mehr zu hinterfragen ist laut dem Schreiben der ehemaligen Vorstände auch die Rolle des heutigen Aufsichtsratsvorsitzenden Stauder, der seit 2008 im Aufsichtsrat der Hypo sitzt und seit Februar 2010 als Hypo-Aufsichtsratsvorsitzender fungiert“, betonen LA Fritz Dinkhauser und LA Bernhard Ernst.

Hintergrund & Wissen: Die Chronologie zum 260 Mio. € Finanzdebakel bei der Landesbank Hypo Tirol