Hypo Tirol Bank Zentrale

„Landeshauptmann Platter und Hypo-Aufsichtsratsvorsitzender und ÖVP-Landtagsabgeordneter Stauder haben die Rechnung offenbar ohne den Wirt gemacht. Wenn die EU zum 230 Millionen-Euro-TIWAG-Zuschuss an die Landesbank Hypo Nein sagt, dann stolpert Platters-Landesregierung ins nächste Debakel. Platter und Stauder müssen den Tirolern jetzt ihren Plan B vorlegen. Was tun sie, wenn die EU den Sonderzuschuss ablehnt, zumal Platter und Stauder ja behaupten, dass die Hypo dringend und schnell einen Zuschuss brauche. Übrigens entgegen der Finanzmarktaufsicht, die schriftlich bestätigt hat, dass die Kernkapitalquote für die Landesbank Hypo nicht bis Juni 2012 bei 9% liegen muss“, stellt LA Fritz Dinkhauser fest.

Hintergrund & Wissen: Die Chronologie zum Finanz-Desaster bei der Landesbank Hypo Tirol

Bedenkliches ÖVP-Krisenmanagement!

Die Probleme mit der Genehmigung durch die EU zeigen, wie unprofessionell das ÖVP-Krisenmanagement bei der Landesbank Hypo von Statten geht. Landeshauptmann Platter hat im Interview mit der Tiroler Tageszeitung am 19. Dezember 2011 noch behauptet, die „Hypo-Hilfe hält vor der EU“:

TT: Ist die Landeshilfe für die Hypo denn EU-konform?

Platter: Natürlich haben wir den Kontakt mit der EU schon hergestellt. Wichtig ist, dass es sich um eine Kapitalaufstockung handelt, das haben wir der EU mitgeteilt. Ich gehe davon aus, dass das in Ordnung geht.

Hypo-Finanzdebakel trifft die Tiroler Steuerzahler!

„Übrig bleibt, dass das Land Tirol direkt Millionen an die Landesbank Hypo geben wird müssen. Dann fließen weitere Millionen Euro an Steuergeld, zusätzlich zu den schon freigegebenen 100 Millionen Euro an Partizipationskapital. Dafür trägt die ÖVP die Verantwortung, weil sie seit Jahr und Tag in der Landesbank Hypo das Sagen hat und die Manager wie die Aufsichtsorgane bestellt“, fürchtet Dinkhauser den Griff in die Taschen der Steuerzahler.

Viele offene Fragen um Hypo-Millionen-Abschreibungen!

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol sind rund um den angeblichen Abschreibungsbedarf von 120 Millionen Euro aus dem Italiengeschäft noch immer viele Fragen ungeklärt.

„Wir haben nach wie vor keine schriftlichen Unterlagen, Gutachten, Analysen oder Ergebnisse von Prüfungen, die Auskunft darüber geben, wie das 120 Millionen Euro Loch in Italien zustande gekommen sein soll. Wir haben nach wie vor keinen Informationsstand, wie es um die gesamte Finanzsituation der Landesbank Hypo bestellt ist. Daher beharren wir auf einer schnellen und umfassenden Experten-Prüfung, wie wir sie im Landtag beantragt haben. ÖVP und SPÖ haben diese umsichtige Vorgangsweise im Landtag abgelehnt”, ist Dinkhauser enttäuscht.

Causa Hypo: Politik im Blindflug!

“Platter, Gschwentner und Co. wollen 230 Millionen aus der TIWAG nehmen und der Hypo zuschießen, ohne genau zu wissen, wie es in der Hypo ausschaut. Diese Politik im Blindflug macht uns Sorge. Sie ist unprofessionell, beängstigend und zeigt wie es um die Führung der Hypo und um die Führung des Landes bestellt ist“, erklärt LA Fritz Dinkhauser.