Arbeitsplatz

Mit rund 15.000 Tirolern ohne Arbeit steigt die Arbeitslosigkeit im Juli um 37,9 %. Nicht mit gerechnet sind tausende Tiroler in Kurzarbeit und in Schulungen. Das Schlimmste am Arbeitsmarkt steht uns noch bevor. Die Krise ist noch nicht vorbei.

Die Kreditkonditionen haben sich laut Europäischer Zentralbank in den letzten Monaten kontinuierlich verschlechtert, immer mehr Banken heißt es, würden sich bei Krediten gänzlich verweigern. Jedem 6. Unternehmen wird heute der Antrag abgelehnt, doppelt so viel wie vor einem Jahr.

„Die Hilfe für die Selbständigen, für die Klein- und Mittelbetriebe ist ein faules Gerede. Arbeitsplätze werden Firmen nur schaffen, wenn sie investieren können. Mutige Gründer, engagierte Selbständige und die tausenden Klein und Mittelbetriebe brauchen dafür Risikokapital“, sagt LA Dinkhauser.

Hilfe für Klein- und Mittelbetriebe ist faules Gerede!

„Die Banken geben Geld nicht weiter, das sie von der europäischen Zentralbank nahezu zum Nulltarif bekommen. Sie prüfen kleine Unternehmer auf Hemd und Hose. Großzügig waren die Banken beim Spekulieren im weltweiten Finanz-Casino, knausrig sind sie jetzt bei den Krediten. Die Banken hängen ihre Milliardenverluste den Bürger als Mühlstein um den Hals. Die Banken lassen sich von den Staaten in die finanzielle Hängematte betten, aber wer hilft den mutigen Gründern, den engagierten Selbständigen, den tausenden Klein- und Mittelbetrieben und den Unternehmen?“, so LA Dinkhauser.

Hilferuf eines mutigen Gründers…

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol geht es nicht an, dass ein mutiger Gründer aus Innsbruck heute schreiben muss „…die Wege zur Finanzierung sind allerdings unendlich – und damit meine ich unendlich. Was ist nun mit den allseits gelobten Kleinstunternehmern in unserem Land? Will das Land steigende Arbeitslosenzahlen oder eine florierende Wirtschaft, geführt von Tirolern? Ich kann nur sagen, es wird einem das Leben bis zur Gründung seines Unternehmens äußerst schwer gemacht.“

Landesregierung arbeitet halbherzig!

„Aufwachen Frau Wirtschaftslandesrätin. Aufwachen Herr Landeshauptmann. Das ist ein verzweifelter Hilferuf und der kommt nicht von der Opposition! Die halbherzigen Aktivitäten des Landes sind zu wenig. Wenn das Land nicht selber in der Lage ist mehr zu tun, dann müssen die, die das Geld haben, gedrängt und ermuntert werden, Geld für die mutigen Gründer und Selbständigen, für die Unternehmer und die Klein- und Mittelbetriebe zur Verfügung zu stellen!“, verlangt LA Dinkhauser endlich mutige Schritte von der Landesregierung.

Für Dinkhauser ist klar, dass Gründer noch nicht das große Geld haben. Natürlich müssten der Staat und die Banken hier in Vorlage treten. Falsch sei es, sie bis zum Sankt Nimmerleinstag auf Herz und Nieren zu prüfen. In anderen Ländern, wie der Schweiz, übernehmen auch der Staat oder die Kantone eine Ausfallshaftung für die Firmen.