Eine lärmgeplagte Frau

Lärm ist tödlich!

“Lärm tötet Menschen, Lärm macht krank, Lärm plagt viele Tiroler! Ob beispielsweise als Fluglärm, als Straßen- und Schienenverkehrslärm, als Lärm von Baustellen, Gewerbe- und landwirtschaftlichen Betrieben, als Lärm von Veranstaltungen oder von rücksichtslosen Nachbarn und Anrainern. Für lärmgeplagte Tiroler gibt es aber keine zentrale Anlaufstelle, an die sie sich bei Problemen wenden können, sondern viele verschiedene Einrichtungen, die zuständig sind, wenn sie sich zuständig fühlen”, halten FRITZ-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider und der Mediziner Maximilian Ledochowski fest.

Zum Nachlesen:

Lärmanwalt als zentrale Anlaufstelle für die Tiroler Bürger!

“Lärmgeplagte Bürger sollen sich aber nicht im Dschungel von Zuständigen verirren, sondern ein unabhängiger Lärmanwalt des Landes Tirol soll eine zentrale Anlaufstelle für alle Bürger sein und sich um die Themen Lärm, Lärmschutz und Lärmvermeidung kümmern. Ähnlich dem Umwelt-, Patienten- oder Heimanwalt soll er ganz für die lärmgeplagten Bürger im Land da sein”, erläutert FRITZ-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider die Landtagsinitiative.

Im Wortlaut:

Liste FRITZ engagiert sich an der Seite engagierter Bürger im Kampf gegen den Lärm

Dr. Maximilian Ledochowski und Andrea Haselwanter-SchneiderDie Liste Fritz – Bürgerforum Tirol hat im Tiroler Landtag den Kampf gegen den Lärm schon seit Jahren unterstützt, etwa im Jahr 2012 durch den Dringlichkeitsantrag “Kampf gegen den Lärm”. Als engagierter Mediziner und Bürger warnt Universitätsdozent Dr. Maximilian Ledochowski seit Jahren vor den Auswirkungen und Folgen des Lärms, dem wir alle in verschiedener Art und Weise ausgesetzt sind.

“Lärm schädigt nicht nur die Hörfunktion, sondern bewirkt als so genannter ´leiser Lärm` Dauerstressreaktionen. Blutdruck, Blutzucker und Herzschlag steigen, Herzinfarkt und Schlaganfall sind die tödlichen Folgen. Laut EU-Studien stirbt – heruntergebrochen auf Tirol – ein Tiroler pro Monat an den Folgen des Lärms!”, berichtet der Mediziner.

Menschen brauchen lärmfreie Zeiten und lärmfreie Zonen!

“Durch ständigen Lärm werden Menschen aggressiv nach außen und depressiv nach innen. Die Gesellschaft ist sich einig, dass Tiere eine artgerechte Haltung brauchen, dann brauchen Menschen erst recht ein artgerechtes Umfeld zum Leben. Ich ärgere mich als Arzt, wenn ich Menschen behandeln muss, die eigentlich gesund sind, nur weil die Umwelt krank ist! Die Anzahl der verschriebenen Psychopharmaka steigt. Dabei gibt es eine Liste an Maßnahmen, wie Lärm vermeidbar und minimierbar ist. ganz dringend notwendig ist es, dass die Menschen neben Lärmzeiten auch Lärmruhezeiten bekommen und diese eingehalten werden, damit die Dauerlärmbelastung sinkt”, stellt Dr. Maximilian Ledochowski fest.

Kampf dem Lärm – Initiativen in Tirol:

  • 04. September 2012: Petition “Lärmbelastung in Tirol” durch Univ. Doz. Dr. Maximilian Ledochowski eingebracht
  • Oktober 2012: verschiedener Fraktionen bringen Landtagsanträge dazu ein, darunter der Dringlichkeitsantrag von FRITZ-Klubobmann Bernhard Ernst “Kampf gegen den Lärm”
  • 06. Dezember 2012: Allparteien-Dringlichkeitsantrag “Lärmbelastung in Tirol”
  • 13. Dezember 2012: Allparteienantrag einstimmig angenommen – mit dem Ziel eine Arbeitsgruppe einzurichten, deren Aufgabe es ist, sich mit Problemen des Lärmschutzes für die Tiroler Bevölkerung zu befassen und den Landeshauptmann und die Landesregierung in Fragen der Lärmbelastung und des Lärmschutzes zu beraten. Zudem sollte diese Arbeitsgruppe auch eine Anlaufstelle für die Tiroler Bevölkerung im Hinblick auf Probleme der allgemeinen Lärmbelastung sein.”
  • 27. Februar 2013: Arbeitsgruppe “Lärmschutz” hat sich konstituiert – setzt sich aus Vertretern der Abteilungen Landessanitätsdirektion, Emissionen Sicherheitstechnik Anlagen, Umweltschutz, Verkehr und Straße und des Sachgebietes Verkehrsplanung zusammen
  • 20. August 2013: Zwischenbericht durch LR Tilg: Arbeitsgruppe Lärmschutz hat ihre Arbeit aufgenommen – in Zusammenarbeit mit dem Landesvolksanwalt
  • 07. Jänner 2015:Die Tiroler Landesregierung beschließt, den “Tiroler Lärmbericht – Lärmbelastung in Tirol, Maßnahmen, Empfehlungen” der Arbeitsgruppe Lärmschutz dem Tiroler Landtag vorzulegen
  • 05. Februar 2015: Tiroler Landtag nimmt den “Tiroler Lärmbericht – Lärmbelastung in Tirol, Maßnahmen, Empfehlungen” zur Kenntnis

Lärmanwalt soll diese mehrjährige Arbeit abrunden!

“Es hat sich einiges bewegt, seit Herr Ledochowski im Jahr 2012 mit seiner Petition gegen den Lärm den Tiroler Landtag sensibilisiert hat. Einstimmig hat der Landtag eine Arbeitsgruppe eingesetzt, diese hat einen 91 seitigen ´Tiroler Lärmbericht` ausgearbeitet, in dem auch viele Maßnahmen und Empfehlungen aufgelistet sind. Jetzt gilt es diese mehrjährige Arbeit abzurunden und mit der Einsetzung Straßenschild mit den Aufschriften Ruhe und Lärmeines unabhängigen Lärmanwaltes eine zentrale Anlaufstelle zu schaffen, die die im Lärmbericht vorgeschlagenen Maßnahmen und Empfehlungen schrittweise umsetzt”, fasst Andrea Haselwanter-Schneider ihr politisches Anliegen zusammen.

Tirol Lärmbericht nicht schubladisieren!

“Ein eigener, unabhängiger Lärmanwalt wird schließlich auch den Landesvolksanwalt für Tirol entlasten, der mit seinem Team jährlich 6.000 Bürgeranliegen abarbeitet. Erst ein Lärmanwalt stellt sicher, dass der Lärmbericht umgesetzt wird und nicht das Schicksal eines interessantes Papieres erleidet, das in irgendeiner Schublade verstaubt. Dafür ist das Problem Lärm zu drängend!”, ist FRITZ-Landtagsabgeordneten Andrea Haselwanter-Schneider überzeugt.

Zum Nachlesen – so berichten die Medien: