Pflege

Im Rahmen der Aktuellen Stunde hat der Landtag auf Vorschlag der ÖVP das Thema „Sicherheit für die älter werdende Tiroler Bevölkerung: Gesundheit und Pflege stärken“ debattiert.

Auch ÖVP erkennt akuten Handlungsbedarf bei Pflege!

„Der Titel ist bemerkenswert, offenbar erkennt die ÖVP im Jahr 2011, dass sie akuten Handlungsbedarf bei der Pflege hat. Die Frage ist, was hat die ÖVP bisher getan, schließlich regiert sie seit Jahrzehnten und hätte die Pflege schon längst stärken können. Schon in 20 Jahren wird es in Tirol 85.000 Menschen über 75 Jahre geben, das entspricht den Einwohnern aller acht Bezirkshauptstädte Tirols heute”, zeigt LA Haselwanter-Schneider die Entwicklung auf.

Der größte Pflegefall ist die Pflegepolitik!

“Die Rezepte für eine sichere Pflege liegen vor, eine 1.000 Seiten dicke Studie – von UMIT und Land Tirol um viel Geld erstellt – ist in der Schublade verschwunden. ÖVP und SPÖ wissen, was zu tun wäre, aber sie tun es nicht, daher ist der größte Pflegefall die Pflegepolitik! Die Tiroler wollen selbstbestimmt alt werden und zwar dort, wo sie jung und gesund waren, nämlich daheim“, erklärt Sozialsprecherin LA Andrea Haselwanter-Schneider.

Dank an tausende Pflegerinnen und Pfleger!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol spricht den tausenden Pflegerinnen und Pflegern sowie den tausenden Angehörigen, die zu Hause Familienmitglieder aufopfernd pflegen, ihren Dank aus und verlangt von der ÖVP-SPÖ Landesregierung mehr Geld für deren Unterstützung in die Hand zu nehmen.

Millionen für Pflege statt für Beton!

„Die meisten unserer Anträge für bessere Rahmenbedingungen für Pflegerinnen und Pfleger, die daheim ehrenamtlich arbeiten oder im Heim ihren Dienst tun, haben ÖVP und SPÖ abgelehnt. Das koste zu viel Geld, dabei sitzt das Geld sonst locker, etwa 100.000 Euro für einen Bürgermeister-Demonstrationsverein, Millionen für einen Betonplatz oder für ein Tunnelloch durch den Brenner. Wir reden die Tiroler Alten- und Pflegeheime in keiner Weise schlecht, aber wir wollen bessere Rahmenbedingungen, etwa die Abschaffung des Minutenschlüssels, dafür braucht es Geld für mehr und anständig bezahltes Pflegepersonal. Pflegen im Minutentakt ist unmenschlich und unsozial gegenüber den Bewohnern wie den Mitarbeitern in den Heimen”, klagt LA Haselwanter-Schneider an.

Pflege daheim mehr unterstützen!

“75 Prozent der Pflege erfolgt daheim, daher verlangen wir Unterstützung für die pflegenden Angehörigen durch einen Ausbau der Tagesbetreuung, des betreuten Wohnens, von Alten Wohngemeinschaften und spezialisierten Heimen, etwa für demente Menschen. 11.000 Tiroler, das entspricht der Einwohnerzahl der Stadt Hall, leiden heute unter Demenz“, weiß LA Haselwanter-Schneider.