Blaulicht
Die Abgeordneten von ÖVP, SPÖ, FPÖ, Grünen sowie Fritz Gurgiser haben heute das Schicksal der betroffenen Mitarbeiter im Krankenhaus Kitzbühel besiegelt.

Über 100 Mitarbeiter vor dem Nichts!

„Ich bedauere das zutiefst! Es geht um das Schicksal von 130 betroffenen Mitarbeitern im Krankenhaus Kitzbühel. Aktuell haben 26 ein neues Jobangebot, mehr als 100 sind ohne neuen Arbeitsplatz und ohne Perspektive. Es gibt keinen Sozialplan für sie. Dabei kämpfen wir gerade jetzt um jeden Arbeitsplatz. Es ist politischer Wahnsinn für das Zusperren eines funktionierenden Krankenhauses mehr als 30 Millionen auszugeben und dazu noch rund 20 Millionen für den Ausbau in St. Johann zu investieren. Ich hätte mir heute ein Bekenntnis zum Krankenhaus, zu den Mitarbeitern und zur Region erwartet. Dazu eine sinnvolle Nachnutzung mit Geldern aus dem Reformpool für ein Pilotprojekt und die Genehmigung für ein Sanatorium!“, sagt LA Fritz Dinkhauser.

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol hat stets ein Konzept zwei Häuser unter einem Dach verfolgt. Eine gemeinsame Verwaltung, aber eine sinnvolle Versorgung vor Ort.

Internes ÖVP-Hickhack auf Kosten der Mitarbeiter und Bürger!

„Beim Krankenhaus Kitzbühel geht es um einen ÖVP internen Streit zwischen ÖVP Bürgermeister, ÖVP Landesrat und ÖVP Landeshauptmann. Ich verstehe nicht, warum hier ein politisches, parteiinternes Kräftemessen auf dem Rücken von mehr als 100 betroffenen Mitarbeitern ausgetragen wird. Um das finanzielle Minus des Krankenhauses Kitzbühel kann es nicht gehen, denn die fehlenden 1,4 Millionen Euro im letzten Jahr stehen in keinem Verhältnis zu den Schließung- und Ausbaukosten in Kitzbühel und St. Johann von knapp 60 Millionen Euro. Da könnte man das Krankenhaus Kitzbühel noch lange offen halten und würde kein Geld verlieren!“, rechnet Klubobmann LA Bernhard Ernst vor.

ÖVP AAB-Obmann Köll ohne Mitgefühl für die Betroffenen!

Abzulehnen sind die unsozialen Aussagen des neuen Obmanns des ÖVP Arbeiter- und Angestelltenbundes, Andreas Köll. Er meinte in Richtung der betroffenen Mitarbeiter wörtlich „der Zug ist abgefahren, die Welt bricht nicht zusammen!“