Ein Arzt

Herr Landesrat Tilg, Schluss mit Durchtauchen, Durchducken und Durchwursteln!

“Die Zeit wird knapp, die Patienten in Tirol müssen sich darauf verlassen können, dass sie auch im neuen Jahr bestens versorgt werden, sowohl bei Akutfällen wie auch bei geplanten Operationen. Die Landesregierung und der zuständige ÖVP-Landesrat Tilg haben akuten Handlungsbedarf, mit dem Durchtauchen, Durchducken und Durchwursteln muss Schluss sein”, stellt Klubobfrau LA Andrea Haselwanter-Schneider klar.

Probleme an Bezirksspitälern und an der Klinik Innsbruck sind längst bekannt!

“Die Fakten liegen längst am Tisch, es braucht endlich eine Gesamtlösung: Erstens gilt die maximale Arbeitszeit von 48 Stunden pro Woche für alle Mediziner der österreichischen Spitäler, spätestens ab 2021. Ein Durchtauchen und Durchwursteln bis dahin bringt nichts. Zweitens das Grundgehalt für die Jung- und Assistenzärzte ist zu gering, bei wegfallenden Nacht- und Wochenenddiensten bleibt zu wenig übrig, daher ist das Grundgehalt anzuheben. Drittens braucht es in Tirol in sowohl den Bezirksspitälern als auch an der Klinik mehr Ärzte, um ein Aufschieben von Operationen und damit längere Wartezeiten für die Patienten zu verhindern. Daher sind viertens die Rahmenbedingungen für die Mediziner insgesamt zu verbessern, von der Zulassung zum Medizinstudium über die Ausbildung der Ärzte bis hin zur besseren Bezahlung, damit die Spitäler im Land konkurrenzfähig bleiben. Eine solche Gesamtlösung hat der zuständige Landesrat Tilg zu verhandeln und zu schnüren!”, verlangt FRITZ-Landtagsabgeordnete Andrea Haselwanter-Schneider mehr politische Anstrengung.

Fritz-Klubobfrau Andrea Haselwanter-SchneiderLandesregierung unterschätzt dramatische Situation

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol warnt davor, dass von den ungelösten Problemen der öffentlichen Spitäler letztlich nur der private Sektor profitiert und die finanziell nicht so gut gestellten Patienten auf der Strecke bleiben. Dieses brodelnde Gemisch aus verkürzter Ärzte-Arbeitszeit, niedrigem Grundverdienst, weniger nachkommenden Jungmedizinern, schlechteren Ausbildungsmöglichkeiten und aktiver Abwerbeversuche aus Deutschland und der Schweiz ist nicht zu unterschätzen.

“Allein in der letzten Ausgabe der ´Österreichischen Ärztezeitschrift` hat es 30 Seiten Stelleninserate gegeben. Besonders deutsche und Schweizer Kliniken suchen Personal und werben dieses aktiv aus Tirol und Österreich ab. Auch die Absolventenzahlen sind alarmierend, wenn von knapp 1.400 fertig ausgebildeten Medizinstudenten im Jahr 2013 mehr als 600 nicht in Österreich zu arbeiten begonnen haben. Die Kliniken im Ausland zahlen besser, bieten eine schnellere Ausbildung und sind einfach aktiver als bei uns”, weiß Andrea Haselwanter-Schneider.

Unttätige Landesregierung – Profiteure freuen sich!

“Von der Untätigkeit der politisch Handelnden, besonders des zuständigen ÖVP-Gesundheitslandesrates Tilg, profitieren letzten Endes nur Privatspitäler, dort arbeitenden Ärzte und Privatversicherungen. Das Problem haben damit aber all jene Patienten, die sich keine finanzielle Zusatzbelastung in Form einer guten Privatversicherung leisten können sowie die Ärzte und das Pflegepersonal, das weiterhin im Land arbeitet”, erklärt Andrea Haselwanter-Schneider.