Ärztin mit Krankenbett

Jetzt reicht´s, es heulen alle Alarmsirenen!

Seit Monaten schleppen sich die Verhandlungen zwischen den Klinik- und Spitalsärzten auf der einen und dem zuständigen ÖVP-Gesundheitslandesrat Tilg und dem Landesunternehmen TILAK auf der anderen Seite dahin.

“Jetzt reicht´s, es heulen alle Alarmsirenen, der Konflikt um die Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Ärztearbeitszeiten schlägt sich nun voll auf die Patientenversorgung in Tirol durch. Der Klinikchef der Urologie warnt, dass ´der derzeitige Betrieb so nicht mehr aufrecht zu erhalten sei. Sprechstunden und Ambulanzen müssten reduziert oder gestrichen, urologische Operationssäle geschlossen werden, weil Anästhesisten fehlen. Die Qualität der Patientenversorgung sei deutlich beeinträchtigt`”, berichtet FRITZ-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider.

Zitat von Alexandra Kofler in der Tiroler TageszeitungÄrztliche Leiterin der TILAK warnt vor Notbetrieb!

“Die ärztliche Leiterin der TILAK bestätigt die Probleme und gibt zu, dass ´eine kritische Grenze erreicht sei und im März auf Notbetrieb umgestellt werden müsse`. Jetzt also Notbetrieb (!), nicht in irgendeinem Unternehmen, sondern in der Universitätsklinik Innsbruck, dem medizinischen Aushängeschild Tirols, der Einrichtung Nummer eins für die Versorgung der Patienten in Tirol, einem der größten Arbeitgeber im Land! Patienten und Mitarbeiter sind verärgert und verunsichert!”, weiß Andrea Haselwanter-Schneider.

ÖVP-Landesrat Tilg massiv überfordert

“Ein absoluter Tiefpunkt, ein schweres politisches Versäumnis des massiv überforderten ÖVP-Landesrates Tilg! Er und die TILAK-Führung haben bis dato kein Verhandlungsergebnis zustande gebracht, das die gesetzlich geregelten Arbeitszeiten einhält, die Mitarbeiter zufrieden stellt und die Qualität der Patientenversorgung garantiert. Landesrat Tilg hören sie auf, das Wohl der Patienten in Tirol aufs Spiel zu setzen”, versteht Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider die Untätigkeit des zuständigen Landesrates nicht

Debatte um Ärztegehälter nur Spitze des Problems!

Andrea Haselwanter-Schneider von der Liste FritzFür die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol ist die Debatte um die Ärztegehälter nur die Spitze des Eisberges, tatsächlich fehlt es im Gesundheitsbereich an allen Ecken und Enden. Ein Gesamtpaket ist zu schnüren!

“Ja, es wird mehr Geld brauchen. Und nein, nur mit mehr Geld werden sich die Problem nicht lösen lassen. Seit Jahren läuft die Gesundheitspolitik im Land verkehrt und am zuständigen Landesrat vorbei. ÖVP-Landesrat Tilg spricht nicht mit den Betroffenen, nicht umsonst hat er lange das Gespräch mit der Arbeitsgemeinschaft Klinikärzte verweigert! Die Probleme sind nicht neu und lösbar”, ist Andrea Haselwanter-Schneider überzeugt.

Zum Nachlesen:

Viele Versäumnisse an Klinik – Landesrat Tilg hat nichts gelöst!

“Es fehlen etwa genügend Ausbildungsplätze für Mediziner. Jene, die wir im Land ausbilden, wechseln nach dem Studium ins Ausland, weil die Weiterbildung schneller und der Gehalt sowie die Karrieremöglichkeiten besser sind als in Tirol. Es fehlt an Möglichkeiten, etwa für junge Ärztinnen und Ärzte, Beruf und Familie vereinbaren zu können. Es fehlt an fairer Bezahlung, an genügend ausgeschriebenen Ärzteposten, an der angemessenen Beteiligung des Bundes bei der Mitfinanzierung von Ärzteposten, an medizinischen Aushängeschildern. Es leiden damit auch das positive Image und der gute Ruf der Klinik Innsbruck. Seit Juli 2008 ist ÖVP-Landesrat Bernhard Tilg zuständig und politisch verantwortlich, er hat keines dieser Probleme gelöst!”, zieht Andrea Haselwanter-Schneider eine erschütternde Bilanz.