„Von den tragischen Vorfällen an der Klinik bin ich als mehrfacher Vater und Großvater tief betroffen. Unfassbar ist nicht, dass an einer Klinik etwas passieren kann, sondern die Art wie die Verantwortlichen damit umgehen. Es geht nicht um einen Fehler dort und da, es geht nicht um irgendwelche Kommunikationsschwierigkeiten, sondern um den strukturellen Scherbenhaufen an der Klinik. Die Spitze des Eisberges sind die tragischen Vorkommnisse an der Kinderklinik. Es ist zu klären, wer dafür verantwortlich ist!“, erklärt LA Fritz Dinkhauser.

Zum Nachlesen: Dringliche Anfrage: Skandalöse Zustände an der Innsbrucker Kinderklinik

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol und die Grünen bringen die Dringliche Anfrage im November-Landtag ein. Für ihre sofortige Behandlung müssen 19 der 36 Abgeordneten stimmen. Derzeitige Mandatsverteilung im Tiroler Landtag, Regierung: ÖVP – 16, SPÖ – 5; Opposition: FRITZ – 5, Grüne – 4, FPÖ – 3, Bürgerklub – 2, Frei – 1

Problem: Interimistische Besetzungen – keine Zuständigkeiten!

„Wir wissen von den Zuständen in der Kinderklinik und wir kennen die zum Teil gerichtsanhängigen Vorfälle an der HNO oder der Urologie. Die Mitarbeiter leiden unter zig nur interimistisch besetzten Abteilungen, weil diese interimistischen, also vorübergehenden, Besetzungen in vielen Fällen zum jahrelangen Dauerzustand werden – ohne Vertrag, ohne Befugnisse und ohne Zuständigkeiten. Ich unterstelle dem Management und der zuständigen Landesregierung ein bewusstes Kaputtsparen. Landesrat Tilg und Landeshauptmann Platter haben beim 100% Landesunternehmen TILAK auch 100% der Verantwortung zu übernehmen. Mit dem Landessanitätsrat und der Arzneimittelkommission stehen Tilg Werkzeuge zum Handeln zur Verfügung“, sagt LA Fritz Dinkhauser.

Genug Geld für aufgeblähte Verwaltung – Sparen bei Medizinern!

„Die Menschen gehen nicht wegen der Verwaltung, sondern wegen der Ärzte an die Klinik. Die Innsbrucker Klinik war einmal eine Spitzenklinik, jetzt droht sie zum Innsbrucker Stadtspital zu werden. Bei ihrer Gründung hatte die TILAK rund 70 Leute, heute verwalten rund 700 Leute. Im Management von TILAK und MUI sowie dem Landeskrankenhaus Innsbruck (LKI) sitzen insgesamt 10 hochbezahlte Menschen, es ist zu klären, welche Verantwortung das Management zu tragen hat und welche Verantwortung der zuständige ÖVP Landesrat Tilg sowie Regierungschef Platter zu übernehmen haben“, stellt LA Fritz Dinkhauser klar.