Untersuchungen von der ÖVP eingespart

Wegen Geldmangels droht das Rektorat der Medizinuni rund 50 Ärztestellen zu streichen, Abteilungen zuzusperren oder Nachtdienste nicht mehr von Bundesärzten durchführen zu lassen. Im Personalbudget der Meduni fehlen 5,5 Mio. €.

Ping-pong Spiel der ÖVP-Politik auf Rücken der Ärzte!

„Das ist ein ganz perfides Spiel auf dem Rücken der Ärzte, Mitarbeiter und Patienten. Die geplanten Einsparungen werden voll die jungen, engagierten Ärzte treffen. Die ÖVP-Politik und das Meduni-Management schieben sich gegenseitig den Ball zu, jeder nimmt den Anderen in die Pflicht, aber keiner der zuständigen ÖVP-Politiker will selbst Verantwortung übernehmen”, ärgert sich LA Fritz Dinkhauser.

ÖVP-Politik verantwortlich, aber handlungsunfähig!

“In Tirol zeigt sich einmal mehr die absolute Handlungsschwäche von Landeshauptmann Platter. Er ist nicht in der Lage mit seinem ÖVP-Parteifreund, dem zuständigen Wissenschaftsminister, endlich Nägel mit Köpfen zu machen. Platter, Tilg und Töchterle sitzen gemeinsam im ÖVP-Parteivorstand in Tirol. Trotzdem herrscht in den entscheidenden Fragen Stillstand. Eine politische Bankrotterklärung von Platters Landesregierung, die keines der Probleme im Land löst“, stellt LA Fritz Dinkhauser klar.

Ungelöste Probleme der ÖVP-Politik an der Klinik:

  1. Klinischer Mehraufwand: Monatelanger Stillstand zwischen den ÖVP-Verhandlern Platter und Töchterle. Es geht um zig Millionen Euro, die zwischen Bund und Land strittig sind.
  2. Zusammenführung Medizinuni – Stammuni: Platter und Töchterle sind medial dafür, trotzdem: Null Bewegung
  3. Zusammenarbeitsvertrag Medizinuni – TILAK: Während an den Schnittstellen Land (TILAK) und Medizinuni (Bund) immer öfter dramatische Probleme offen zu Tage treten, hat ÖVP-Landesrat Tilg Gespräche über den Zusammenarbeitsvertrag Monatelang verweigert
  4. Ungleichbehandlung Wien – Innsbruck: Die Medizinuni Wien bekommt eine 9 Millionen Euro Sonder-Geldspritze von ÖVP-Minister Töchterle, der Medizinuni Innsbruck empfiehlt der ÖVP-Minister intern Umschichtungen vorzunehmen
  5. Personalmangel: jahrelange Nicht-Besetzung von Chefposten (Bsp.: Kinderklinik), Hilferufe der Ärzte – wegen Personalmangels können Betten nicht belegt werden, Aufschrei des Betriebsrates
  6. Kostenübernahme für Ärzte: Der Bund verabschiedet sich von seiner Zuständigkeit. Er übernimmt die Kosten für 100% der Ärzte am AKH in Wien, aber nur für 46% der Ärzte in Innsbruck;

Platter & Co. haben Millionen für Prestige-Projekte, aber nicht für genügend Personal an der Klinik

„Es ist unmöglich, dass das politische Versagen der zuständigen ÖVP-Politik, ein vernünftiges Verhandlungsergebnis zu erzielen, finanziell auf dem Rücken der Tiroler Steuerzahler ausgetragen wird. Weil sich der Bund – derzeit vertreten durch ÖVP Minister Töchterle – immer mehr aus seinem Versorgungsauftrag gegenüber der Bevölkerung zurückzieht, sollen die Tiroler einspringen. Umgekehrt ist aber auch klar, dass eine Landesregierung ausgedient hat und abdanken soll, die für jedes Prestige-Projekt Millionen zur Verfügung hat und Millionen aus der TIWAG in die Hypo steckt, aber zuschaut, wie junge, engagierte Ärzte gekündigt werden und sich die Versorgung für die Bürger verschlechtert. Die ÖVP-Politik im Bund und im Land hat einen Versorgungsauftrag für die Bürger“, erklärt Fritz Dinkhauser.