Playmobil Krankenhaus

Innsbrucker Kinderklinik – Verantwortung klären

Der Tiroler Landtag hat heute die „Dringliche Anfrage: Skandalöse Zustände an der Innsbrucker Kinderklinik“, die die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol und die Grünen gemeinsam eingebracht haben, einstimmig angenommen. Damit kann der Landtag morgen in der Sitzung die politische Verantwortung für die tragischen Vorfälle an der Kinderklinik und die zahlreichen Probleme an der Klinik insgesamt thematisieren.

Regierung und Management haben versagt

„Was die Kinderklinik betrifft haben Landesregierung und TILAK Management versagt, nicht versagt hat dagegen die Zivilgesellschaft mit der Obfrau des Elternvereins Kinderklinik, Frau Fischer. Die tragischen Vorkommnisse sind leider nur die Spitze des Eisberges an Versäumnissen, dazu kommen strukturelle Probleme, wie die gerichtsanhängigen Verfahren an der HNO oder der Urologie beweisen. Ein riesiges Problem für die Patienten und Mitarbeiter an der Klinik sind die zahlreichen nur interimistisch besetzten Leiterstellen. Ohne Vertrag und damit ohne Befugnisse und klare Kompetenzen herrscht ein Wirr-Warr bei den Zuständigkeiten”, erklärt Fritz Dinkhauer.

Verantwortung wahrnehmen

Landeshauptmann Platter und der zuständige Landesrat Tilg sind verantwortlich. Zum einen direkt für das 100% im Landeseigentum stehende Landesunternehmen TILAK, zum anderen über ihre Verpflichtung, personelle Missstände, die die Medizinuni und damit den Bund betreffen, rasch zu verhandeln und zu beseitigen“, stellt LA Fritz Dinkhauser heute in der Landtagssitzung klar.

Missstände aufzeigen

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol weist die ÖVP Anschuldigungen, wonach die Opposition mit der Klinikdebatte politisches Kleingeld wechseln wolle, entschieden zurück.

„Wo, wenn nicht im Tiroler Landtag, soll über Missstände und fehlendes medizinisches Personal an der Klinik debattiert werden. Und wer, wenn nicht die Opposition, muss die Probleme aufzeigen und auf ihre Lösung drängen? Diese ÖVP-SPÖ Landesregierung unter Platter hatte jetzt dreieinhalb Jahre Zeit, um die personellen Fehlentwicklungen zu beheben. Offenbar ist das nicht gelungen”, zieht Fritz Dinkhauser Bilanz.

Konsequenzen ziehen – Rahmenbedingungen ändern

“Die tausenden Mitarbeiter an der Klinik machen gute Arbeit, aber die Rahmenbedingungen setzt die Politik und diese passen ganz offensichtlich in vielen Bereichen nicht. Darüber kann und darf die Politik nicht hinwegsehen. Bisher hat ÖVP Landesrat Tilg mir nicht beantwortet, welche persönlichen und politischen Konsequenzen er aus den Zuständen an der Kinderklinik und an der Klinik insgesamt ziehen wird“, erklärt LA Dinkhauser.