„An der Uniklinik muss Schluss sein mit halben Sachen, denn Vieles liegt im Argen und zwar nicht erst seit vergangenem Wochenende. Fehlentscheidungen, Nichtbesetzungen, Überforderungen, Machtspiele sowie fortgesetzte politische Untätigkeit der zuständigen Landes- und Bundespolitiker treffen Patienten und Mitarbeiter, sie verunsichern viele Tiroler und ramponieren das Vertrauen in die Klinik gewaltig. Es geht um Strukturen und es geht um klare Verantwortung. Es herrscht absoluter Handlungsbedarf“, erklärt LA Fritz Dinkhauser.

Immer mehr Geld für Verwaltung, immer weniger Geld für klinisches Personal!

„Alle Zahlen gehören auf den Tisch. Es kann nicht sein, dass die Verantwortlichen die Verwaltung immer stärker aufblasen und dann beim medizinisch tätigen Personal sparen. Eine Klinik hat nicht dem Verwalten, sondern dem Verarzten der Menschen zu dienen. Mit der Trennung der Medizinuni von der Hauptuni hat die Politik eine doppelte und teure Struktur, die offenbar nur schwerfällig Entscheidungen trifft, geschaffen”, kritisiert LA Fritz Dinkhauser.

Politik hat teure & schwerfällige Doppelstrukturen geschaffen!

“Diese Doppelstruktur betrifft das Rektorat und dehnt sich auf zig weitere Verwaltungseinheiten aus. Damit entstehen nicht notwendige Kosten, Geld, das beim Personal fehlt. Was die Politik getrennt hat, kann die Politik auch wieder verbinden, denn im Mittelpunkt muss die bestmögliche Versorgung der Menschen stehen“, stellt LA Fritz Dinkhauser klar.

Kompetenz- und Entscheidungs-Wirr-Warr hängt mit Trennung Medizinuni – Hauptuni zusammen

„Allerspätestens nach den tragischen Fällen von Nadina, Amel und jetzt der dreijährigen Azra muss allen Verantwortlichen klar sein, dass Machtspiele die Bevölkerung nicht interessieren. Die Tiroler Bevölkerung darf erwarten, dass die Kommunikation zwischen Land und Bund, zwischen Tilak und Medizinuni gegeben ist und die Verantwortung bekannt ist”, sagt LA Dinkhauser.

Wer verantwortet noch mehr tragische Schicksale?

“Wie viele tragische Schicksale braucht es noch, bis etwas passiert. Wissenschaftsminister Töchterle kann nicht nur als Rektor gute Ideen haben, sondern er soll sich an diese Ideen auch jetzt erinnern und sie in die Wege leiten. Landesrat Tilg soll alle Verantwortlichen an einen Tisch bringen, um Vertrauen in die Klinik wiederzugewinnen. Es interessiert niemanden der Patienten, der Betroffenen und der Mitarbeiter wer etwas verschlafen hat, wer etwas aus welchen Gründen blockiert und wer welche Machtspiele mit wem spielt“, meint LA Dinkhauser.