Lokalaugenschein von Fritz-Klubobfrau Haselwanter-Schneider beim Jugendland in Arzl

Jugendland: Schutzbedürftigen Kindern ihren Freiraum lassen!

Die schwarz-grüne Landesregierung plant 1.825 Quadratmeter vom Gelände des Kinder- und Jugendheimes Jugendland in Innsbruck an einen Investor zu verkaufen. Dieses Gelände wird derzeit von den Kindern und Jugendlichen der Sozialeinrichtung als Freiraum und Spielplatz genutzt.

“Bei einem Lokalaugenschein heute Vormittag habe ich mir selbst ein Bild von der Situation vor Ort gemacht. Nach Gesprächen mit dem Geschäftsführer und dem Heimleiter des Jugendlandes sowie nach dem Gespräch mit einem betroffenen Nachbarn ist die Sache für uns klar, der von der schwarz-grünen Landesregierung geplante Grundstücks-Deal bekommt von uns im Landtag keine Unterstützung!”, stellt FRITZ-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider nach dem Lokalaugenschein klar.

Skizze von der geplanten Verkaufsfläche am Areal des Kinderheims Jugendland in ArzlDer Grundstücks-Deal im Detail:

FRITZ-Appell: Landesregierung soll Grundstücksdeal verwerfen!

“Ganz im Gegenteil, wir appellieren eindringlich an das Verantwortungsbewusstsein und an das soziale Gewissen der Landesregierung, diesen Grundstücksverkauf abzusagen. Die Kinder und Jugendlichen, die in der Einrichtung Jugendland untergebracht sind, sind ohnehin nicht auf die Butterseite des Lebens gefallen. Wir sind dagegen, ihren Freiraum einzuschränken und ihnen einen Teil ihres Spielplatzes wegzunehmen, wie es der Plan der Landesregierung vorsieht”, erklären FRITZ-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider und Landtagsabgeordneter Andreas Brugger.

Undurchsichtiger Grundstücks-Deal: 580 € pro Quadratmeter Bauland in schöner Innsbrucker Lage!

Lokalaugenschein beim Kinderheim Jugendland in ArzlDie Liste Fritz – Bürgerforum Tirol hat sich schon in der vergangenen Landtagsperiode gegen diesen Grundstücks-Deal ausgesprochen. Aktuell sind auch die Modalitäten, etwa der zu erzielende Grundstückspreis, undurchsichtig.

“Wir sagen grundsätzlich Nein zu diesem Grundstück-Deal und wir halten auch den Verkaufspreis für nicht marktüblich. Für die 1.825 Quadratmeter Grund in schöner Innsbrucker Lage will sich die Landesregierung mit rund einer Million Euro zufrieden geben. Das macht für den Investor einen Quadratmeter-Preis von rund 580 Euro! Wo bitte in Innsbruck bekommt man einen Quadratmeter Baugrund um 580 Euro? Dieser Grundstückspreis scheint uns bei weitem zu niedrig verhandelt, weshalb wir ein unabhängiges Gutachten verlangen, das den wahren und marktüblichen Wert dieses Grundstück erheben soll”, verlangt Andrea Haselwanter-Schneider.

Geld kann nicht das Argument sein

“Das Argument der Landesregierung, wonach das Geld aus dem Grundstücks-Deal fließen müsse, weil das Jugendland baulich saniert worden sei, ist nicht stichhaltig. Solange die Landesregierung 900.000 Euro für den Kauf eines unnützen Wohnhauses in Brüssel locker aus dem Landesbudget finanzieren kann, solange wird sie auch das Geld für ein dringend notwendiges und saniertes Kinder- und Jugendheim aufzubringen haben. Der Verkauf eines großen Teiles des Jugendland-Grundstückes zu einem noch dazu zu günstigen Preis kann jedenfalls nicht der Weisheit letzter Schluss sein”, sind Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider und Landtagsabgeordneter Andreas Brugger überzeugt.

Im Wortlaut: