Lokalaugenschein beim Kinderheim Jugendland in Arzl

Jugendland Areal: Geplanter Grundstücksverkauf schränkt Kinder und Land massiv ein!

“Der Plan der schwarz-grünen Landesregierung, 1.825 Quadratmeter vom Gelände des Kinder- und Jugendheimes Jugendland in Innsbruck an einen Investor zu verkaufen, ist nicht zu Ende gedacht. Zum einen beschneidet dieser Grundstücksverkauf die Kinder und Jugendlichen am bestehenden Areal massiv zum anderen schränkt er aber auch den Bewegungsspielraum des Landes selbst in Zukunft stark ein”, stellen FRITZ-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider und Landtagsabgeordneter Andreas Brugger fest.

Darum geht es – der Grundstücks-Deal am Jugendland Areal im Detail:

105 Kinder in Krisen finden derzeit keinen Platz in Tirol!

“Es ist bekannt, dass die Fälle von Kindern und Jugendlichen, die wegen Gewalt- und/oder Missbrauchserfahrungen nicht länger zu Hause bleiben können, mehr werden und nicht weniger. Im Jahr 2013 musste das Land Tirol 833 Kinder und Jugendliche fremdunterbringen. Es ist außerdem bekannt, dass das Land Tirol schon derzeit nicht alle diese Kinder und Jugendlichen in Tirol unterbringen kann. Weil es zu wenig geeignete Unterbringungsplätze gibt, hat das Land Tirol im Jahr 2013 insgesamt 105 Kinder und Jugendliche aus Tirol weggeschickt, davon 65 in andere Bundesländer und 40 außerhalb Österreichs!”, weiß Andrea Haselwanter-Schneider.

Jugendland – so berichten die Medien:

Schwarz-grüner Grundstücks-Deal ist falsch!

“Der Bedarf an zusätzlichen Unterbringungsplätzen in Tirol ist also schon derzeit größer als das Angebot, ein Grundstücksverkauf am Gelände einer bestehenden Kinder- und Jugendeinrichtung, wie dem Jugendland, ist daher grundsätzlich falsch und beweist fehlendes soziales Gespür!“, erklären die FRITZ-Landtagsabgeordneten Andrea Haselwanter-Schneider und Andreas Brugger.

Im Wortlaut:

Landesregierung soll Substanz in Form von Grund und Boden nicht verkaufen, sondern vorrätig halten!

Skizze der Verkaufsfläche des Kinderheims Jugendland in Arzl“Wir sagen grundsätzlich und aus voller sozialer sowie wirtschaftlicher Überzeugung Nein zu diesem Grundstücksverkauf! Ich werde doch als Land Tirol nicht etwas verkaufen, das ich in Zukunft in erhöhtem Maße und dringend selbst benötige. Es steht für die Landesregierung hoffentlich außer Diskussion, dass alle diese leidgeprüften Kinder und Jugendlichen einen Platz in Tirol finden sollen. Dann braucht es aber neue Einrichtungen, etwa betreute Wohneinheiten oder ein neues Heim. Dafür braucht es Grund und Boden und den hat das Land Tirol jetzt idealerweise am Jugendland-Gelände selbst”, meinen Andrea Haselwanter-Schneider und Andreas Brugger.

Grundstücks-Deal am Jugendland Areal wirtschaftlich unsinnig!

“Dieses Grundstück am Jugenland Areal zu verkaufen, ist auch wirtschaftlich unsinnig, zumal ein neues Heim oder betreute Wohneinheiten an einem anderen Ort die vorhandenen Synergien mit dem Kinderheim Jugendland nicht nützen könnten. Dadurch würden Mehrkosten im laufenden Betrieb entstehen. Noch ist es für ein Umdenken von ÖVP und Grünen nicht zu spät, besinnen wir uns der Verantwortung und der Fürsorgeverpflichtung gegenüber diesen Kindern und Jugendlichen und nützen wir im Landtag gemeinsam die Chance für eine bessere Lösung in unser aller Interesse”, appellieren Andrea Haselwanter-Schneider und Andreas Brugger.

Zum Nachlesen: