Kinder am Spielplatz

„Bereits seit 1. September 2010 ist das neue “Kinderbildungs- und Kinderbetreuungsgesetz” in Kraft. „Ein ganztägiges, ganzjähriges und flächendeckendes Angebot“ wurde von der zuständigen ÖVP-Landesrätin Beate Palfrader versprochen. Die Umsetzung ist die ÖVP-SPÖ-Landesregierung bis dato aber schuldig. Eine weitere Erhebung ist nicht nur Zeit, sondern auch Geldverschwendung. Der Landtagsbeschluss ist umsetzen“, fordert LA Fritz Dinkhauser.

Fakten bekannt – Ganztägige und ganzjährige Kinderbetreuung noch immer  Wunschtraum!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol hat 278 Tiroler Gemeinden (alle Gemeinden außer Innsbruck) telefonisch befragt. Vom angekündigten ganzjährig und ganztägigen Angebot ist man noch meilenweit entfernt. (Zum Anschauen: Alle Gemeinden im Detail)

„Bald ein Jahr ist das neue Gesetz in Kraft. Noch immer haben 113 Gemeinden, das sind 41% der Gemeinden in Tirol, keine Kinderbetreuung für unter 3-Jährige. Und auch die Öffnungszeiten helfen berufstätigen Eltern im Moment wenig. Nur 13% der Kinderkrippen haben ganztags von 7.00 bis 17.00 geöffnet. Nur jede 4. Kinderkrippe betreut die Kinder ganzjährig. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Kindergärten. Auch hier haben nur 13% der Einrichtungen von 7.30 bis 15.30 geöffnet. In lediglich 10 Gemeinden (3%) ist mindestens ein Kindergarten ganzjährig durchgehend offen. Erhebungen gibt es mittlerweile genug und die Zahlen zeichnen ein eindeutiges Bild. Das Einzige das fehlt ist die längst fällige Umsetzung durch die Regierungsparteien ÖVP und SPÖ,“ sagt Fritz Dinkhauser

Gesetz umsetzen – Gemeinden stärken!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol fordert mehr Geld für die Kinderbetreuung anstatt für Prestigebauten wie den Betonlandhausplatz oder das Milliardengrab Brenner Basistunnel.

„Es darf kein 2 Klassen Angebot geben. Die reichen Gemeinden, die sich eine vernünftige und zeitgemäße Kinderbetreuung leisten können und die anderen, die nicht wissen, woher sie das Geld dafür nehmen sollen. Der Gesetzgeber hat klar beschlossen was er will. Eine flächendeckende, ganzjährige und ganztägige Kinderbetreuung. Jetzt muss er den Gemeinden auch finanziell den Rücken stärken. Ansonsten ist und bleibt die Kinderbetreuung in Tirol eine familienpolitische Lüge der Regierungsparteien ÖVP und SPÖ“, stellt Fritz Dinkhauser klar.