Die Isel in Osttirol

Gezerre um Natura 2000 Schutzgebiet Isel hinterlässt “verbrannte Erde”

“Was es wiegt, das hat´s, gemäß diesem Spruch soll es bei der Ausweisung der Isel als Natura 2000 Schutzgebiet keine Tricksereien geben. Was fachlich begründet an schützenswerten Flächen am Gletscherfluss Isel und an den Zubringern auszuweisen ist, ist an die zuständigen Stellen in Brüssel zu melden. Alle Versuche, politischen Druck aufzubauen und auszuüben, Kuhhandel zu vereinbaren oder gar Studienergebnisse umzudeuten und herum zu tricksen sind zum Scheitern verurteilt. Eine solche Vorgangsweise wird zu einem jahrelangen Gezerre führen und alle Bestrebungen hemmen, das Natura 2000 Schutzgebiet Isel mit landwirtschaftlich sinnvollen und touristisch interessanten Projekten inhaltlich aufzuwerten”, erklären Klubobfrau LA Andrea Haselwanter-Schneider und FRITZ-Bezirkssprecher Markus Sint im Vorfeld des morgen stattfindenden zweiten Runden Tisches in Kals.

Andrea Haselwanter-Schneider an der IselProjekte für Osttirol entwickeln statt Herumstreiten!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol schlägt vor, aus dem Natura 2000-Schutzgebiet Isel das Beste für Osttirol und Tirol herauszuholen, sinnvolle Projekte zu entwickeln statt herumzustreiten.

“Anstatt sämtliche Energien weiterhin in ein politisch motiviertes Hick-Hack zu stecken, sollten sich alle Beteiligten schon jetzt europaweit einen Überblick in den anderen Natura 2000 Schutzgebieten verschaffen. Welche Projekte funktionieren dort, welche sind für Osttirol interessant, welche würden gut zur touristischen und landwirtschaftlichen Struktur sowie zu den Menschen in der Region passen? Gibt es Projekte aus dem ´Vordenkprozess für Osttirol`, die sich mit dem Geld, das für Natura 2000 Schutzgebiete reserviert ist, umsetzen lassen?”, appellieren Andrea Haselwanter-Schneider und Markus Sint an die Vernunft aller Beteiligten.

Für Natura 2000 Schutzgebiete liegen Millionen im Fördertopf

“Das LIFE-Projekt im Natura 2000 Schutzgebiet Tiroler Lech hat einige Möglichkeiten aufgezeigt: Innerhalb von sechs Jahren sind 7,8 Millionen Euro ins Lechtal im Außerfern geflossen. Davon 3,8 Millionen Euro reine EU-Mittel. Für die laufende Periode 2014 bis 2017 stehen insgesamt 1,1 Milliarden Euro an Budgetmitteln für solche LIFE-Projekte zur Verfügung. Diese sind Ko-Finanzierungen, werden also mit bis zu 60 Prozent von der EU sowie von den Mitgliedsländern finanziert. Verwenden wir die vorhandene Energie, um die besten Projekte für Osttirol und Tirol zu entwickeln und nicht zum Herumstreiten. Wenn der größte touristische Anziehungspunkt in Osttirol eine Keksfabrik mit zugegeben sehr schmackhaften Keksen ist, dann hat Osttirol definitiv noch Aufholbedarf was die Präsentation und Darstellung seiner vielen anderen Schätze anbelangt!”, meinen Landtagsabgeordnete Andrea Haselwanter-Schneider und Bezirkssprecher Markus Sint.