Menschen ohne Schulabschluss finden nur schwer eine Arbeit

Zwei Anträge – ein Ziel: Hilfe zur Selbsthilfe!

Ende April wird sich der Landtagsausschuss mit zwei Anträgen der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol zu beschäftigen haben.

“Die zwei Anträge haben eine klare Stoßrichtung, es geht um Hilfe zur Selbsthilfe. In allen Tiroler Bezirken soll es für Menschen ohne Schul- und Lehrabschluss die Möglichkeit geben, sowohl den Hauptschulabschluss als auch den Vorbereitungskurs für den Lehrabschluss nachholen zu können. Das lässt sich über die bestehenden Einrichtungen organisieren und ist finanziell machbar”, erläutert FRITZ-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider ihre Landtagsinitiative.

Liste FRITZ: “Kein Tiroler ohne Schul- und Berufsabschluss!”

“Noch immer gibt es viele Tiroler, die ohne Schulabschluss und ohne Lehrabschluss bleiben. Diese Menschen haben am Arbeitsmarkt kaum  Chancen. Sie werden, wenn sie überhaupt einen (Hilfsarbeiter)Job ergattert haben, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auch als erste entlassen und damit arbeitslos. Angesichts der herrschenden Rekordarbeitslosigkeit in Tirol spitzt sich die Lage für diese Menschen noch weiter zu. Wenn sich schon gut ausgebildete, mit Schul- und Lehrabschluss, zum Teil sehr schwer tun, wieder in den Arbeitsprozess zu kommen, dann ist die Lage für Menschen ohne Abschluss noch viel trister”, berichtet Andrea Haselwanter-Schneider.

Schulabschluss und Berufsabschluss nachholen in allen Bezirken ermöglichen!

Zwei Arbeiter auf einer BaustelleEinen Kurs, um den Schulabschluss, also einen Hauptschulabschluss, nachzuholen, gibt es in Tirol derzeit nur in Innsbruck und in Kufstein. Tiroler aus allen anderen Bezirken – von Reutte über Landeck, Imst, Schwaz, und Kitzbuehel bis Lienz – müssen sich also abends aufraffen, um nach Innsbruck oder Kufstein zu fahren, um dort den Kurs zu besuchen. Den Kurs zur Vorbereitung auf den Lehrabschluss gibt es überhaupt nur in Innsbruck.

“Diese Kurse mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu besuchen, ist zum Teil gar nicht möglich, weil beispielsweise abends nach Kursende kein Zug oder Bus mehr nach Hause fährt. Mit dem privaten PKW ist es mitunter teuer. Insgesamt ist es umständlich, mühsam und hält Menschen davon ab, den Schul- und Lehrabschluss nachzuholen und so wieder ins Arbeitsleben zu kommen. Ein regionales Angebot hilft den betroffenen Menschen, ihren Familien und letzten Endes auch der Gesellschaft und dem Land”, will Andrea Haselwanter-Schneider das Schulungsangebot vernünftig ausbauen.

Mehr Geld für mehr Schulungen ist gut investiert!

“Unser Ziel heißt daher, kein Tiroler ohne Schul- und Berufsabschluss! Diese Menschen brauchen und verdienen die zweite und dritte Chance. Natürlich muss das Land Tirol kurzfristig Geld für diese Kurse ausgeben, aber langfristig ist das eine Investition in Artikel in den Bezirksblättern zum Thema Bildungdie Menschen des Landes und diese Investition kommt doppelt zurück, wenn die Menschen wieder im Arbeitsprozess stehen, Steuern zahlen und das soziale Netz nicht beanspruchen müssen. Gar nicht zu reden von den Gesundheitskosten, die sich die Gesellschaft spart, weil Menschen sich wieder wertschätzen und in keine psychischen Probleme verfallen”, hat FRITZ-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider die betroffenen Menschen im Blick.

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