Ein Stapel Geldscheine

Ein Bericht des Bundesrechnungshofes zu den landwirtschaftlichen Schulen zeigt auf, dass jeder Schüler an einer landwirtschaftlichen Schule in Tirol rund 12.300 € kostet, an den übrigen Berufsschulen dagegen etwa 8.400 €. Weiters stellt der Bundesrechnungshof fest, dass das Land Tirol den Landwirtschaftslehrern gesetzlich nicht notwendige Zuschüsse gewährt und sie so gegenüber anderen Berufsschullehrern – trotz gleicher Rechtslage – bevorzugt.

ÖVP und SPÖ ignorieren Kritik des Bundesrechnungshofes

Ausschnitt aus dem Rechnungshofbericht

„Diese Bevorzugung verursacht für die Tiroler Steuerzahler rund 1 Million Euro Mehrkosten pro Jahr. Die Empfehlung des Bundesrechnungshofes diese gesetzlich nicht notwendigen Zuschüsse für die Landwirtschaftslehrer einzustellen, verwerfen Platter, Steixner und Co. genauso wie sie die übrigen neun Empfehlungen des Rechnungshofes nicht umsetzen wollen”, erklärt Fritz Dinkhauser den Grund für die Ablehnung des entsprechenden FRITZ-Antrages.

Gleiches Recht für alle Kinder!

“Wenn die ÖVP-SPÖ Landesregierung genug Geld für die rund 1.700 Schüler an landwirtschaftlichen Schulen hat, dann wollen wir gleiches Recht für alle Kinder. Das Motto kann nicht lauten ´Die beste Bildung im bäuerlichen Bereich und die billigste Bildung für die Anderen`. Uns sind alle Kinder gleich viel wert, daher verdienen alle Schüler gut bezahlte Lehrer, mehr Personal, kleinere Klassen, ganztägigen Unterricht und insgesamt mehr finanzielle Mittel“, verlangt LA Fritz Dinkhauser.

Mehr Geld für Bildung! – Beispiel 1: Nachholen des Hauptschulabschlusses

„16.000 Tiroler haben keinen Hauptschulabschluss. Weil es nur zwei Kurse in Innsbruck und einen in den Bezirken gib, können ihn derzeit nur rund 100 Tiroler pro Jahr nachholen. Macht die Landesregierung dafür nicht mehr Mittel frei und erhöht so die Schlagzahl, dauert es theoretisch 160 Jahre bis alle Tiroler den Hauptschulabschluss nachgeholt haben”, rechnet Fritz Dinkhauser vor.

Mehr Geld für Bildung! – Beispiel 2: Nachholen des Lehrabschlusses

“Zudem bleiben in Tirol jährlich 1.000 junge Menschen ohne Berufs- und Schulabschluss. Das Nachholen eines Lehrabschlusses ist unbedingt notwendig. Kein Schul- und Berufsabschluss sind für die Menschen eine Katastrophe, ihre Zukunft heißt Arbeitslosigkeit oder Hilfsarbeiter. Generell fehlt in Tirol eine fundierte Bildungsforschung, eine durchdachte Bildungsstrategie und schließlich eine wirkliche Bildungsoffensive“, verlangt Fritz Dinkhauser mehr Mittel für die Bildung und ein Umdenken bei ÖVP und SPÖ.