Armut in Innsbruck

70.000 Tiroler von Armut bedroht!

“Der mehrmalige Aufschrei des Volksanwalts wegen der rund 70.000 von Armut bedrohten Tiroler, die sich hilfesuchend an ihn wenden, beweist, dass die seit Jahrzehnten ÖVP-dominierte Landesregierung mit ihrer Politik gescheitert ist und es dringenden Handlungsbedarf in Tirol gibt. In den vergangenen fünf Jahren waren Platter und Co. nicht fähig, eine grundsätzliche Änderung der Bildungs-, Einkommens- und Wohnsituation zu schaffen”, erklären Klubobfrau LA Andrea Haselwanter-Schneider und Landtagsabgeordneter Andreas Brugger.

13 € pro Tag zum Leben für Mindestrentnerin!

“Wenn eine Mindestrentnerin bei uns vorstellig wird, weil ihr trotz Wohnbeihilfe nach Abzug von Miete und Betriebskosten für die Sozialwohnung nur mehr 13 Euro pro Tag zum Leben bleiben, dann ist das eine Schande. Zwölf Sozialmärkte, die Wohn- und Mietzinsbeihilfe oder der Heizkostenzuschuss lindern zwar die akute Armut, aber sie lösen das Armutsproblem nicht grundlegend. So wichtig derartige Unterstützungen sind, so sehr machen sie die Menschen zu Abhängigen vom Sozialtropf, so wird die Armut in Tirol nicht weniger”, erwartet sich Andrea Haselwanter-Schneider einen wirklich ernsthaften Kampf gegen die Armut.

Zwei ausgewählte Landtagsinitiativen der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol zur sozialen Unterstützung der Menschen & zur grundsätzlichen Lösung des Armutsproblems:

  1. Sondertarife für Strom und Gas für Mindestpensionisten, Wenigverdiener, Alleinerziehende und kinderreiche Familien. Sie sollen über die Landesunternehmen TIWAG und TIGAS denselben, rund 15-20% günstigeren Tarif bekommen, wie die Großkunden aus Industrie und Wirtschaft. Von ÖVP und SPÖ abgelehnt!
  2. Mieten im sozialen Wohnbau um bis zu 30% günstiger machen. Das geht mit dem FRITZ 3-B-Konzept, das die Bodenpolitik, die Baupolitik und die Banken- und Wohnbauförderungspolitik reformieren will. Die Vorschläge sind durchgerechnet und bringen einem Mieter bei einer 80 m2 Wohnung rund 80 € Mietersparnis pro Monat. Das sind knapp 1.000 € pro Jahr. ÖVP und SPÖ haben auch das abgelehnt.

Andreas Brugger und Andrea Haselwanter-Schneider von der Liste FritzLandesregierung fehlt politischer Wille zur Umsetzung!

“Die Lösungen sind ja da, aber es fehlt der Wille zur Umsetzung. ÖVP und SPÖ haben sämtliche Vorschläge abgelehnt, ohne selber Alternativen zu bringen.Auch von der neuen schwarz-grünen Landesregierung sind bis dato keine Maßnahmen im Kampf gegen Armut bekannt. Die Reichen werden mehr und zeigen es, die armen und armutsgefährdeten Tiroler aber leben oft im Verborgenen. 40.000 können sich das Wohnen nicht leisten, 20.000 Kinder sind armutsgefährdet. Caritas, Arbeiterkammer, Volksanwalt und die 12 Sozialmärkte sind täglich mit dem Armutsproblem konfrontiert”, führt Andrea Haselwanter-Schneider aus.

Bildung als Lösung: Kein Tiroler ohne Schul- und Berufsabschluss!

“Die zentrale Frage im Kampf gegen Armut ist Ausbildung und Bildung. Die Menschen brauchen eine zweite und dritte Chance, es darf kein Tiroler ohne Berufsabschluss und Bildungsabschluss bleiben. Wer ohne Grundausbildung ist – Hauptschulabschluss, Berufsabschluss – wird maximal Hilfsarbeiter, verdient zeitlebens am Wenigsten und wird als Erster gekündigt”, berichtet Andrea Haselwanter-Schneider aus ihrer Erfahrung.

Kinderbetreung, Nahverkehr etc.: Landespolitik kann den Menschen helfen

“Die Landesregierung kann in vielen Bereichen des täglichen Lebens den Menschen unter die Arme greifen. Etwa bei der Kinderbetreuung. Eine tatsächlich umgesetzte, ganztägige und ganzjährige Kinderbetreuung hilft Familien und Alleinerziehenden. Ein günstigerer Nahverkehr ist machbar, wie das 60-Euro-Ganzjahresticket für Schüler und Lehrlinge in Ostösterreich zeigt. In Tirol zahlen Schüler und Lehrlinge dagegen 96 Euro. Ebenso ist die Tiroler Landesregierung bei der Realisierung eines 365-Euro-Öffi-Ganzsjahrestickets säumig, während Wien und Vorarlberg es umgesetzt haben, existiert es in Tirol nur auf dem Papier”, stellt Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider klar.

Weitere FRITZ-Initiativen im Kampf gegen die Armut in Tirol: